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Interventionseinheit

Für welche Einsätze wird die IE eingesetzt?

Im regulären Dienst (365 Tage, rund um die Uhr) bewältigen die Angehörigen des Kommissariates Intervention einerseits Überfall-, Einbruch- und Privatalarme und andererseits stehen sie der Einsatzzentrale für Unterstützungseinsätze (z. B. mit erhöhtem Gefahrenpotential) zur Verfügung.

Als klassische Interventionseinsätze gelten nach wie vor:

  • Schutz gefährdeter Menschen bei Gewaltverbrechen, namentlich bei Geiselnahmen
  • Festnahme oder Unschädlichmachung von Gewaltverbrechern
  • Unterstützung der eigenen Kräfte bei der Bekämpfung von Gewaltverbrechen
  • Schutz gefährdeter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Personenschutz)
  • Schutz gefährdeter Sachwerte

Daneben werden die IE-Angehörigen als Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit im unfriedlichen Ordnungsdienst eingesetzt.

Wie viele Einsätze hat die IE pro Jahr?

Die Einsatzzahlen der klassischen Interventionseinsätze variieren von Jahr zu Jahr und liegen durchschnittlich zwischen 150 und 200 Einsätzen (2010 waren es sogar 243).

Wie lange muss man bei der Polizei sein um bei der IE zu arbeiten?

Grundsätzlich sollte jeder Bewerber nach der Grundausbildung (2 Jahre) noch zumindest ein Jahr in der Uniformpolizei gearbeitet haben.

Arbeitet die IE auch im Schichtdienst?

Die Mitarbeiter des Kommissariates Intervention arbeiten im gleichen Schichtturnus wie die Leute der Grundversorgung und sind so 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr verfügbar.

Gibt es eine Altersgrenze um bei der IE zu arbeiten?

Grundsätzlich sollte man bei der Bewerbung zur Interventionseinheit „Skorpion“ nicht älter als ca. 32 Jahre sein. Grundsätzlich gilt aber für die Aufnahme, wie auch für den Verbleib, dass jeder in der Einheit bleiben kann, solange die jährlichen Vorgaben des Sport- und der Schiesstests erfüllt werden und auch alle anderen Arbeiten (unter körperlichen Belastungen) zu 100 % ausgeführt werden können.

Wie oft trainiert die IE?

Grundsätzlich steht der Flexdienst (jeder 5. Arbeitstag) als Trainingstag zur Verfügung, wobei an diesen Tagen selbstverständlich zuerst die Abdeckung des regulären Dienstes, der anstehenden Einsätze und weiterer Bereiche gewährleistet sein muss.

Werden alle IE Mitarbeiter als Präzisionsschützen ausgebildet?

Nein. Für gewisse Spezialaufträge und die diesbezügliche Ausbildung werden nur eine bestimmte Anzahl, speziell ausgewählter Leute eingesetzt.

Welche Auswirkungen hat der Job bei der IE auf das Privatleben (Familie)?

Grundsätzlich keine. Natürlich braucht es für die Abdeckung der Spezialeinsätze eine gewisse Flexibilität, diese muss aber jeder andere Polizist für immer wieder anstehende Extradienste auch haben.

Mit welchen Gefühlen geht man an einen Amokeinsatz?

Glücklicherweise hat die Stadt Zürich in den letzten Jahren keine Amoktaten erlebt. Grundsätzlich gelten aber auch bei solchen schlimmen Szenarien die gleichen Vorgaben wie für alle anderen Fälle. Die antrainierten Abläufe und Taktiken müssen bestmöglich umgesetzt werden. Die Gefühle müssen so gut wie möglich ausgeklammert resp. auch unterdrückt werden, damit man richtig funktioniert. Das dies einfacher gesagt als getan ist, wissen wir alle.

Kommt es in den harten Trainings oder Einsätzen der IE vermehr zu Verletzungen?

Verletzungen, glücklicherweise meist im einfachen Bereich, kann es sowohl im Training oder auch in Einsätzen schon mal geben. Eine schwerwiegende oder gar lebensbedrohliche Verletzung gab es in den letzten Jahren zum Glück nie.

Arbeiten bei der IE auch Frauen?

Bis anhin gibt es keine Frauen bei der Interventionseinheit „Skorpion“. Einzig im Bereich „Personenschutz“ bieten uns einige speziell ausgebildete Frauen sehr wertvolle Unterstützung.

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