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Erfrischend neue Open-Data-Welt

Veröffentlicht am Mittwoch, 8. Juli 2015 um 16.00 Uhr
Von Reto Wick

Seit über einem Jahr promoten wir auf unserem Open Data Portal im Abschnitt Anwendungen die Mobile App «Badimeter». Diese zeigt die aktuellen Wassertemperaturen der städtischen Badeanstalten an und informiert über die jeweiligen Öffnungszeiten. Der Entwickler Alex Suzuki musste die Informationen bisher im «Screen Scraping»-Verfahren von den einzelnen Webseiten der Bäder beziehen. Ein aufwändiger und mühsamer Prozess. Doch nun, rechtzeitig zur Badesaison, kommt Bewegung in die Sache.

       

Vergangenen Monat, am 9. Juni, ist es uns gelungen, zusammen mit dem Sportamt einen Webservice neu als Open Data zu publizieren. Der Datensatz Wassertemperaturen Freibäder ist im XML-Format in unserem Datenkatalog zugängig. Er beinhaltet für die städtischen Freibäder:

  • die aktuell gemessenen Wassertemperaturen
  • Informationen zum Status (offen / geschlossen)
  • Öffnungszeiten

Einfache Verwendung dank API

Es vergingen nur wenige Stunden(!) bis mit Martin Naumann ein Mitglied der Community die Baditicker-API entwickelt hatte. Diese Schnittstelle ist aus dem Webservice abgeleitet. Die Baditicker-API ermöglicht eine einfache Einbindung der Daten in eine Webseite oder Mobile App. Während dieser Entwicklung konnte sogar ein Fehler innerhalb des Webservice rückgemeldet werden. Das Sportamt korrigierte diesen Fehler sogleich. 

Tagesanzeiger bringt «Tagi Badi»

Detailansicht in «Tagi Badi»

Am 2. Juli veröffentlichte der Tagesanzeiger über den Datenblog die App «Tagi Badi». Sie liefert alle wichtigen Informationen zu den städtischen Freibädern in grafisch ansprechender Form. «Tagi Badi» bezieht sämtliche Informationen aus der Baditicker-API. Und auch die Badimeter-App wird gemäss Alex Suzuki sein Back End auf diese API anpassen.

Open Data aus dem Lehrbuch

Von der Veröffentlichung eines Datensatzes bis zur Entwicklung einer fixfertigen, sehr attraktiven App sind also keine vier Wochen vergangen. Ohne weiteren Aufwand für die Stadt Zürich wurde eine wertvolle Dienstleistung für alle badefreudigen Zürcherinnen und Zürcher realisiert. Gleichzeitig konnte durch das Feedback aus der Bevölkerung ein Fehler erkannt und somit die Datenqualität verbessert werden. Für uns von Open Data Zürich ein Beispiel aus dem Lehrbuch, welche Chancen Open Data bietet.

Vielen Dank allen Beteiligten –insbesondere auch dem Sportamt für die unkomplizierte Zusammenarbeit.

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