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Sachen machen mit Open Data und Fidel - Episode 1

Veröffentlicht am Donnerstag, 26. November 2015 um 08.38 Uhr
Von Fidel Thomet

Intro to Data Literacy

Data Literacy beschreibt die Fähigkeit, Daten zu lesen, auszuwerten, zu verändern und weiterzuverarbeiten. Damit unsere Daten nicht nur offen sind, sondern auch zugänglich und verständlich werden, sehen wir es als unsere Aufgabe an, diese Fähigkeit zu fördern. Schliesslich wollen wir, dass unsere Daten verwendet werden und beispielsweise in weitere spannende Apps und Visualisierungen einfliessen.

Was den Umgang mit Daten angeht, bin ich als Interaction Designer eher Quereinsteiger. Mein erstes Projekt in diesem Themenfeld war ZüriCrime, eine Visualisierung der Zürcher Kriminalstatistik. Diese habe ich mit zwei Kommilitoninnen während der Open Data Hacknights 2013 im Studium realisiert. Zwei Jahre später hat mich meine stetig wachsende Faszination für Daten zu einem Praktikum bei Statistik Stadt Zürich geführt. Hier zählt es zu meinen Aufgaben, für Open Data das Data-Literacy-Angebot auszubauen.

Neben der digitalen Werkstatt, die überarbeitet wurde und sich jetzt auf Grundlagen und erste Schritte im Umgang mit den angebotenen Datenformaten fokussiert, starte ich im Blog eine neue Reihe unter dem Namen «Sachen machen mit Open Data und Fidel». Darin beschreibe ich detailliert Aspekte in der Handhabung von Daten. Dabei werde ich konkrete technische Anleitungen zur Verwendung bestimmter Daten geben, das  Potential einzelner Datensätze aufzeigen und das Thema auch einmal aus der Perspektive des Designers betrachten.

Das Baumradar

Web-App «Baumradar»

Zum Start dieser Reihe habe ich eine Web-App entwickelt, die das einfache Bestimmen von über 55000 Bäumen im Zürcher Stadtraum erlaubt. Das für mobile Geräte optimierte Baumradar zeigt Bäume in der eigenen Umgebung an. Wird einer ausgewählt, so liefert die App detaillierte Informationen dazu, darunter die Baumart und Spezies, das Pflanzjahr und die Verbreitung der Spezies in Zürich. Alternativ kann auch nach einer bestimmten Baumart oder nach Bäumen in der Umgebung einer Adresse gesucht werden.

In den folgenden Beiträgen gehe ich auf die technische Umsetzung der App ein. Zum einen werde ich aufzeigen, wie sich das frei verfügbare und vielfältige Kartenmaterial der Stadt Zürich in eine Webseite einbetten lässt. Zum anderen werde ich erklären, wie sich statische Datensätze in APIs verwandeln lassen. Im Fall des Baumradars erlaubt die API, gezielte Abfragen zu Bäumen in einem Gebiet zu stellen, sodass nicht der gesamte Datensatz heruntergeladen werden muss.

Neugierige können bis dahin schon mal einen Blick auf den Source-Code der App werfen, für die anderen bleibt die Erforschung der Zürcher Baumvielfalt.

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