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Das Retentionsverzeichnis bei Geschäftsräumen

Vermieter oder Verpächter von Geschäftsräumen erfahren hier, wie sie ein Begehren um Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses stellen

Ein Vermieter oder Verpächter von Geschäftsräumen kann seine Forderungen für Miet- oder Pachtzins mit der so genannten Retention absichern. Der Vermieter oder Verpächter erhält damit das Recht, Gegenstände, die sich in den vermieteten Räumen befinden, zurückzubehalten

Wo und wann kann man ein Begehren um Aufnahme eines Retentionsrechts stellen?

Will ein Vermieter von seinem Retentionsrecht Gebrauch machen, muss er beim Betreibungsamt ein Begehren um Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses stellen. Dieses Begehren muss er am Ort der vermieteten Räume stellen. Der Gläubiger muss die Betreibung auf Faustpfandverwertung rechtzeitig einleiten. Sonst verfällt die Sicherstellung

Wie hoch darf der Wert der Gegenstände im Retentionsverzeichnis sein?

In das Retentionsverzeichnis werden nicht alle Gegenstände des Mieters / Pächters aufgenommen. Der Wert der Gegenstände im Verzeichnis beschränkt sich auf höchstens den verfallenen Jahreszins. Ist zu befürchten, dass der Mieter Gegenstände entfernt, kann ein laufender Halbjahreszins dazugerechnet werden. Bei der Pacht werden Gegenstände im Gegenwert des verfallenen sowie des laufenden Pachtzinses aufgenommen

Welche Gegenstände können im Retentionsverzeichnis aufgenommen werden?

In das Retentionsverzeichnis werden bewegliche und verwertbare Sachen aufgenommen, mit denen die Geschäftsräume eingerichtet wurden oder die darin benutzt werden. Sachen eines Untermieters können ebenfalls aufgenommen werden, wenn der seinen Zins nicht bezahlt. Nicht pfändbare Gegenstände dürfen auch nicht in das Retentionsverzeichnis aufgenommen werden

Retentionsrecht der Stockwerkeigentümergemeinschaft

Die Gemeinschaft der Stockwerkeigentümer hat für Beitragsforderungen der letzten drei Jahre ein Retentionsrecht wie ein Vermieter

Artikel 712k ZGB

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