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Geschichte

Über ein Jahrzehnt lang bemühte sich die Stadt Zürich vergeblich, dem Drogenkonsum entgegenzutreten. Eine Drogenpolitik, die sich auf Verbote und Verfolgung abstützte, verschlechterte die Situation der betroffenen Menschen. Ein Umdenken setzte ein und die Stadt begann, Überlebenshilfe zu leisten.

Chronologie der offenen Zürcher Drogenszene

1982: Im Zentrum von Zürich bilden sich erste, unbeständige Gassenszenen, die immer wieder vertrieben werden.

1985: Die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich nimmt ihre Arbeit auf.

1986: Die Vertreibungsstrategie wird aufgegeben. Die Drogenszene verlagert sich auf den Platzspitz und wird weitgehend toleriert.

1987: Das Sozialdepartement eröffnet «Fixerstübli» (kontrollierte Drogenabgabe).

1989: Die Stadt Zürich stellt versuchsweise weitere Hilfsangebote zur Verfügung wie Kontakt- und Anlaufstellen, Notschlafstellen, Krankenzimmer für Obdachlose etc.

1992: Der Platzspitz wird geschlossen.

1993: Es bildet sich eine neue offene Drogenszene am stillgelegten Bahnhof Letten.

1995: Die offene Drogenszene am Letten wird geschlossen.

(Quelle: «25 Jahre Drogenhilfe» – Sonderausgabe des SD-Magazins des Sozialdepartements)

Beschlüsse und Volksabstimmungen

1991: Massnahmenpaket zur Verminderung der Drogenprobleme (MaPaDro)

1994: Bekenntnis des Bundesrats zum 4-Säulen-Modell

1997: Volksabstimmung «Jugend ohne Drogen»*

1998: Volksabstimmung «für eine vernünftige Drogenpolitik – Drogleg»*

1998: Dringlicher Bundesbeschluss über die heroingestützte Behandlung (HeGeBe)

1999: Volksabstimmung über die heroingestützte Behandlung

2001: Botschaft des Bundesrats zur Revision des BetmG 

2008: Volksabstimmung zur Cannabislegalisierung

2017: Das Bundesamt für Gesundheit erteilt Berner Cannabis-Studie einen abschlägigen Bescheid und verweist auf die Notwendigkeit eines Zusatzartikels (Experimentierartikel)

2018: Das Vernehmlassungsverfahren für die Schaffung eines Experimentierartikels im Betäubungsmittelgesetz startet im Sommer 2018. 

* Beide Volksabstimmungen wurden an der Urne abgelehnt. Damit wurde die Politik des Bundesrats bzw. das 4-Säulen-Modell wesentlich gestärkt.

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