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Veranstaltungen

Vortrag: Grüner sterben. Promession statt Verwesen oder Verbrennen

Tote in Humus verwandeln? Von Chancen und Schwierigkeiten einer neuen Bestattungsmethode.

Datum: Dienstag, 31. Oktober 2017

Susanne Wiigh-Mäsak

 

 

 

 

 

 

Vor zwanzig Jahren stellte sich die schwedische Biologin Susanne Wiigh-Mäsak die Frage, weshalb wir Menschen nach dem Tod entweder verbrannt oder einem langsamen, oft unvollständigen Verrottungsprozess ausgesetzt werden. Wieso bleibt uns die Möglichkeit verwehrt, nach dem Tod wie ein Apfel oder ein totes Tier in den organischen Kreislauf einzugehen?

Wiigh-Mäsak begann, eine Bestattungsmethode zu entwickeln, die einen menschlichen Leichnam in den organischen Kreislauf zurückführt: die Promession. Dabei wird der tote Körper schockgefroren, mittels kurzer Vibration in ein Granulat zerlegt, entwässert und von Metallteilen und andern Fremdkörpern befreit. Das zurückbleibende organische Granulat wird, in einer kompostierbaren Kiste in geringer Tiefe begraben, in rund anderthalb Jahren zu Erde. Die Promession benötigt im Gegensatz zur Kremation keine fossile Energie und belastet die Umwelt kaum. Und aus der damit gewonnenen Erde gedeiht neues Leben.Die Biologin weiss schon jetzt, was aus ihr einmal wachsen soll: «Ein weisser Rhododendron 'Cunningham's White'. Der ist robust und blüht zweimal im Jahr.»

Susanne Wiigh-Mäsak stellt in ihrem Vortrag die Promession vor, zeigt die Chancen der neuen Bestattungsmethode auf und berichtet von den Widerständen und Vorurteilen, die der Rückführung von Leichnamen in den organischen Kreislauf entgegengebracht werden. Flyer

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten.

Kooperationsveranstaltung mit NahReisen und der Paulus Akademie.

Referentin
Susanne Wiigh-Mäsak, Biologin, Schweden

Leitung
Stefan Ineichen, Projektleiter der Veranstaltungsreihe NahReisen

Ort
ehemaliges Krematorium, Friedhof Sihlfeld, Zugang via Friedhofeingang an der Ecke Albisriederstrasse/Aemtlerstrasse, Nähe Tramhaltestelle «Krematorium Sihlfeld» (Tram 3, Bus 33, 72 und 83)

Kosten
der Eintritt ist frei

Anmeldung
ohne Anmeldung
 

Bild
Susanne Wiigh-Mäsak