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Häusliche Gewalt

Im Jahr 2019 gingen bei der Stadtpolizei Zürich insgesamt 974 Meldungen zu häuslicher Gewalt ein. In 461 Fällen erfolgte eine Strafgesetzbuch-Rapportierung, in 513 Fällen fand teilweise keine Rapportierung statt. Insgesamt wurden 260 Schutzmassnahmen gemäss Zürcherischem Gewaltschutzgesetz angeordnet.

Die folgenden Daten umfassen nur die polizeilich registrierten Gewaltvorfälle und Straftaten. Hilfe und Unterstützung, welche zum Beispiel bei Opferhilfestellen oder im medizinischen Bereich aufgesucht wurden, sind nicht enthalten. Es ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, da viele Betroffene keine institutionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Schutzanordnungen gemäss Gewaltschutzgesetz

Stadt Zürich 2019

Quelle: Stadtpolizei Zürich Fachgruppe Gewaltdelikte

Schutzmassnahmen erlauben, eine gefährdende Person für einen Zeitraum von 14 Tagen aus dem Haus oder der Wohnung wegzuweisen. Darüber hinaus kann ihr verboten werden, gewisse Gebiete zu betreten und/oder Kontakt mit bestimmten Personen aufzunehmen. Es besteht zudem die Möglichkeit, gefährdende Personen bis zu 24 Stunden zu inhaftieren.

Im Jahr 2019 wurden 260 Schutzanordnungen in der Stadt Zürich ausgesprochen. Bei diesen Schutzanordnungen handelte es sich bei 91,2 Prozent der gefährdenden Personen («TäterIn»)* um Männer. 91,2 Prozent der gefährdeten Personen («Opfer»)* waren Frauen.

*Nach Zürcherischem Gewaltschutzgesetz (GSG) gilt als gefährdende Person, wer häusliche Gewalt ausübt oder androht. Als gefährdete Person gilt, wer von häuslicher Gewalt betroffen ist (§ 2 Abs. 2 und 3 GSG).

Geschädigte Personen nach Geschlecht und Beziehung

Stadt Zürich 2019

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), Bundesamt für Statistik

Im Jahr 2019 waren in der Stadt Zürich 527 Personen von häuslicher Gewalt betroffen. Die Anzahl der Opfer-TäterInnen-Beziehungen ist höher (571) als die Anzahl Opfer. Ein Opfer kann von mehreren Täterinnen und Tätern geschädigt werden, beispielsweise wenn zwei Personen gemeinsam einen Mord begehen. Wenn eine der beiden Personen in verwandtschaftlicher Beziehung zum Opfer stand und die andere in partnerschaftlicher Beziehung, dann wird das Opfer pro Beziehungsform ausgewiesen.

Frauen werden deutlich häufiger Opfer von häuslicher Gewalt und machen drei Viertel der geschädtigten Personen aus. Vier von fünf Frauen erleben häusliche Gewalt in ehemaligen oder bestehenden Paarbeziehungen. Bei den Männern sind es es gut 60 Prozent. Knapp 30 Prozent der männlichen Opfer erlebt Gewalt in der Familie ((Pflege-)Eltern-Kind-Beziehung).

Tabelle 1: Im Jahr 2018 waren in der Stadt Zürich 540 Personen von häuslicher Gewalt betroffen. Die untenstehenden Tabellen zeigen die Beziehung zwischen TäterIn und Opfer nach Geschlecht des Opfers (Tabelle 1) und nach Geschlecht des Täters (Tabelle 2). Es handelt sich um 581 Opfer-Täter/innen-Beziehungen. Die Anzahl Beziehungen ist höher, da ein Opfer mehrere Täter/innen haben kann. Beispielsweise kann eine Person von zwei Personen getötet worden sein. Wenn eine der beiden Personen in verwandtschaftlicher Beziehung zum Opfer stand und die andere in partnerschaftlicher Beziehung, dann wird das Opfer pro Beziehungsform ausgewiesen.
Frauen werden deutlich häufiger Opfer von häuslicher Gewalt und machen drei Viertel der geschädtigten Personen aus. Vier von fünf Frauen erleben häusliche Gewalt in ehemaligen oder bestehenden Paarbeziehungen. Bei den Männern sind es es gut 60 Prozent. Knapp 30 Prozent der männlichen Opfer erlebt Gewalt in der Familie ((Pflege-)Eltern-Kind-Beziehung).

Beschuldigte Personen nach Geschlecht und Beziehung

Stadt Zürich 2019

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), Bundesamt für Statistik

Es handelt sich um 506 TäterInnen und 571 TäterInnen-Opfer-Beziehungen. Die Anzahl TäterIn-Opfer-Beziehungen ist höher als die Anzahl TäterInnen, weil ein/e TäterIn mehrere Opfer haben kann, zu denen er/sie in unterschiedlicher Beziehung stand. Tötete eine beschuldigte Person zum Beispiel zwei Personen, mit der einen stand sie in verwandtschaftlicher Beziehung und mit der anderen in partnerschaftlicher Beziehung, dann wird die beschuldigte Person pro Beziehungsform ausgewiesen. Der Grossteil der beschuldigen Personen waren Männer.

Geschädigte und Beschuldigte Personen nach Geschlecht und Alter

Stadt Zürich, 2019

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), Bundesamt für Statistik

2019 wurden insgesamt 506 Fälle von häuslicher Gewalt registriert. Dabei waren 525 Personen von häuslicher Gewalt betroffen. Drei von vier Personen, welche von Opfer häuslicher Gewalt wurden, sind weiblich.

90 Prozent der weiblichen Opfer sind über 18 Jahre alt. Bei den männlichen Geschädigten ist ein Viertel der Personen minderjährig. Vier von fünf der Tatverdächtigten sind männlich. Knapp 97 Prozent der männlichen Beschuldigten und 100 Prozent der weiblichen Beschuldigten sind erwachsen. 

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