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Mehr Frauen als Männer machen heutzutage die Matura, und mehr Frauen als Männer schliessen ein Fachhochschul- oder Hochschulstudium ab. Angesichts dieser Fakten stellt sich die Frage, ob die Gleichstellung von Frauen und Männern in Sachen Bildung nicht längst erreicht ist. Die Antwort lautet: ja und nein.

Zwar haben Frauen bezüglich Bildungsabschlüssen stark aufgeholt und die Männer teilweise sogar überholt. Die Fach- und Studienwahl ist jedoch nach wie vor stark geschlechtsspezifisch geprägt: Frauen sind in den Geistes- und Sozialwissenschaften übervertreten, Männer in den Natur- und Technikwissenschaften.

Die Weichen für die geschlechtsspezifische Entwicklung von Interessen und Fähigkeiten werden früh gestellt und in Schule und Unterricht oft unbeabsichtigt weitergeschrieben und verstärkt. Daraus resultieren geschlechtsspezifische Unterschiede im Interesse, im Selbstvertrauen und in den Leistungen in den verschiedenen Fächern.

Durch gendersensibles und geschlechtergerechtes Handeln tragen Schulleitungen, Lehr- und Betreuungspersonen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter dazu bei, Geschlechtsstereotype zu verflüssigen. Unsere Fachstelle unterstützt sie dabei.

Gleichstellung heute

Unterrichtsmaterialien

Logo Frauenstreik

Am 14. Juni 2019 fand der zweite nationale Frauen*streik statt. Die Forderungen waren vielfältig: Lohngleichheit, Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, eine ausgeglichene Aufteilung sowie Anerkennung der unbezahlten Haus- und Familienarbeit. Am Frauen*streik wurde diesen Anliegen mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten Ausdruck verliehen.

Die anlässlich des Frauen*streiks entwickelten Unterrichtseinheiten behandeln altersgerecht zentrale Themen der Gleichstellung wie Geschlechterrollen oder Gleichberechtigung. Sie sind nach Zyklen differenziert und auf die Module des Lehrplans 21 abgestimmt. 

«Mädchen oder Junge – spielt das eine Rolle?»

Interaktive Ausstellung für Kinder und Erwachsene

Sujet Ausstellung «Mädchen oder Junge – spielt das eine Rolle?»

Als Erste in der Deutschschweiz zeigte die Fachstelle im Herbst 2017 die Ausstellung «Mädchen oder Junge – spielt das eine Rolle?». Die Ausstellung besteht aus einer Reihe von bunten Schatzkisten, die auf spielerische Art verschiedene Aspekte von Geschlechterstereotypen aufgreifen. Das Zielpublikum sind Kinder zwischen 5 bis 11 Jahren sowie Erwachsene. 

Die in der PBZ Bibliothek Altstadt gezeigte Ausstellung stiess mit insgesamt 2'500 Besucherinnen und Besuchern und 40 Führungen für Kindergärten, Schulklassen und Horte auf grosses Interesse. Auch die von der Fachstelle gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern organisierten Begleitveranstaltungen waren gut besucht. Ein rundum gelungenes Projekt.

Impressionen der Vernissage

Impressionen der Buchvernissage von Bänz Friedli

Programmübersicht

Medienberichte

Ausstellungsbroschüre

Gemeinsam mit der Abteilung für Sozialpsychologie und Soziale Neurowissenschaften der Universität Bern erarbeitete die Fachstelle eine Broschüre zur Ausstellung. Sie beschreibt das Ziel der Ausstellung und enthält in verknappter Form Hintergrundinformationen zu verschiedenen Aspekten von Geschlechterstereotypen und zu den Truhen.

Unterrichtsmaterialien, Literatur & Links

Als Ergänzung zur Ausstellung hat die Fachstelle eine Liste mit Unterrichtsvorschlägen, Literatur und Links zum Thema Geschlechterstereotype erstellt.

Kooperationspartnerinnen und -partner

Die Ausstellung wurde vom «Centre vaudois d'aide à la jeunesse de Lausanne» und dem waadtländischen Gleichstellungsbüro entwickelt. Die Fachstelle liess die Ausstellung ins Deutsche übersetzen und zeigte sie gemeinsam mit der Fachstelle Jungen- und Mädchenpädagogik jumpps, der Pädagogischen Hochschule Zürich, der PBZ Bibliothek Altstadt, dem Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich und dem Zentrum Karl der Grosse.

Kontakt Vermietung der Ausstellung: espace des inventions

Gleichstellungsplan 2014-2018

Ein Ziel des Gleichstellungsplans 2014–2018 besteht in der Sensibiliserung der Lehrkräfte und des Betreuungspersonals für Geschlechterstereotype und einengende Rollenbilder. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet unsere Fachstelle mit dem Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich zusammen, zum Beispiel mit der Fachstelle für Gewaltprävention oder der Fachschule Viventa.

Gleichstellungsplan 2014–2018: Schwerpunkte, Ziele und Massnahmen 

Workshop «Eigentlich mag ich gar kein Rosa!»

Zwei Jugendliche

Im Rahmen des Gleichstellungsplans 2009–2013 entwickelte die Fachstelle gemeinsam mit der KITS-Fachstelle* und der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) den Workshop «Eigentlich mag ich gar kein Rosa!». Er befähigt Lehrpersonen, Geschlechterrollenklischees in den Medien kompetent entgegenzuwirken.

Der Workshop sensibilisiert für genderspezifisches Medienhandeln von Kindern und Jugendlichen. Viele Medienangebote transportieren ein klischeehaftes Bild von Mädchen und Knaben, beziehungsweise Frauen und Männern. Sie bieten Jugendlichen einseitige Vorlagen, wie man als Mädchen oder Junge zu sein hat. 

Genderbewusste Lehrpersonen und Schulteams unterstützen Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von vielseitigen, positiv besetzten und selbstbewussten Vorstellungen vom Frau- und Mannsein. Sie tragen dazu bei, dass den Heranwachsenden ein wertschätzender Umgang mit dem eigenen und dem anderen Geschlecht gelingt. Gemeinsam mit den Mädchen und Knaben setzen sie sich mit einem kritischen und genderkompetenten Blick mit Medienangeboten und deren Nutzung auseinander.

Der halbtägige Workshop «Eigentlich mag ich gar kein Rosa!» wird von der PH Zürich durchgeführt und ist ein kostenloses Angebot der KITS-Fachstelle für die Schulen der Stadt Zürich.

Anmeldung Workshop

*KITS steht als Abkürzung für:
Kommunikations- und InformationsTechnologien für die Schulen der Stadt Zürich 

Schule & LGBTI

Ein respektvolles und diskriminierungsfreies Klima in der Schule ist wichtig, damit sich Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Geschlechtsidentitäten und sexueller Orientierungen akzeptiert und aufgehoben fühlen.

Auf unserer Website finden Sie Unterrichtsvorschläge dazu: Unterrichtsvorschläge LGBTI

Weitere Informationen

Kontakt