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Berufswahl

In der Schweiz ist die Berufswahl nach wie vor stark geschlechtsspezifisch geprägt. Männer wählen Berufe im Baugewerbe, im Ingenieurwesen oder im technischen Bereich - Frauen spezialisieren sich in Gebieten der persönlichen Dienstleistungen sowie des Gesundheits- und Sozialwesens.

Aus Gleichstellungssicht ist diese Situation aus verschiedenen Gründen problematisch:

  • Sogenannt typische Frauenberufe werden häufig schlecht entlohnt; Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten sind beschränkt.
  • In von Männern dominierten Berufszweigen sind Vollzeitstellen die Regel, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erschwert.
  • Die geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarktes verengt die Berufswahl von jungen Frauen und Männern auf einige wenige Tätigkeitsfelder.

Die Fachstelle engagiert sich dafür, dass Jugendliche ihren Beruf aufgrund ihrer Fähigkeiten und Interessen und unabhängig von Geschlechtsstereotypen wählen.

«Von wem würden Sie lieber..?»

Plakatkampagne & Unterrichtseinheit

Plakatsujet «An wen wenden Sie sich lieber bei einem Computer-Problem?»

Wem vertrauen Sie lieber Ihre Herzoperation an? Von wem lassen Sie lieber ihre Nägel pflegen? Ihr Auto reparieren? Ihre Wohnung putzen? Plakate mit solchen Fragen in den Trams und Bussen der Stadt Zürich luden die Betrachterinnen und Betrachter im Frühjahr 2015 dazu ein, ihre Vorstellungen darüber zu hinterfragen, welche Berufe zu Frauen und welche zu Männern «passen».

Rollenbilder strukturieren und vereinfachen unsere komplexe und vielfältige Gesellschaft, indem sie definieren, was «Mann sein» und «Frau sein» bedeutet. Sie behindern uns jedoch in der individuellen Entfaltung und führen zu Vorurteilen und Diskriminierungen. Geschlechterrollen entfalten ihre Wirkung sehr subtil. Umso wichtiger ist es, ein Bewusstsein für sie zu entwickeln. So zum Beispiel für den Einfluss von stereotypen Rollenbildern auf die Berufswahl.

Unterrichtseinheit

Die Tramplakate eignen sich für den Einsatz an Schulen. Auf vielseitigen Wunsch hat die Fachstelle eine Unterrichtseinheit zum Thema Berufswahl und Geschlecht erarbeitet. Ausgehend von den Plakatsujets setzen sich die Schülerinnen und Schüler in einer Doppellektion mit dem Anforderungsprofil verschiedener Berufe auseinander. Sie erkennen, dass die Eignung für einen Beruf nicht vom Geschlecht abhängt, sondern von den erforderlichen Kompetenzen, Eigenschaften und Interessen.

Die Unterrichtseinheit ist für die 1.–2. Sekundarstufe konzipiert und versteht sich als Ergänzung zum Berufswahl-Unterricht.

Die Unterrichtseinheit wird ergänzt durch Literaturhinweise und Links zum Thema:

Die Sujets der Plakatkampagne sind auf unserer Website aufgeschaltet:

Sujets Plakatkampagne 

«weiter gehen»

Eine Handreichung für einen geschlechtersensiblen Berufswahlunterricht

Die Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG), der auch die Fachstelle angehört, erarbeitete anlässlich der SwissSkills 2018 gemeinsam die Handreichung «weiter gehen» für Lehrpersonen. Ziel ist, im Berufswahlunterricht engagiert «weiter» zu gehen und Themen wie Vielfalt, Lebensentwürfe und Gleichstellung im Beruf zur Sprache zu bringen.

Die Handreichung besteht aus fünf Elementen, darunter ein Kartenset sowie eine Linkliste zu Unterrichtsmaterialien und Projekten zur Erweiterung des Berufswahlhorizonts von Mädchen und Jungen. Alle Materialien sind auf der Website der SKG aufgeschaltet und können dort heruntergeladen werden:

www.equality.ch > Studien & Projekte

Nationaler Zukunftstag

Logo Nationaler Zukunftstag

Der Nationale Zukunftstag will Mädchen und Jungen dazu ermuntern, die Seiten zu wechseln und dadurch geschlechtsuntypische Arbeitsfelder und Lebensbereiche kennen zu lernen.
Am Zukunftstag öffnen Betriebe, Organisationen, Fach- und Hochschulen in der ganzen Schweiz ihre Türen. Mädchen und Jungen der 5. bis 7. Klasse sind eingeladen, Bezugspersonen an die Arbeit zu begleiten oder an spannenden Spezialprojekten teilzunehmen.

Stadtverwaltung Zürich 

In vielen Departementen der Stadtverwaltung Zürich ist der Nationale Zukunftstag ein fester Bestandteil. Im Präsidialdepartement organisiert unsere Fachstelle ein halbtägiges, «geschlechtsuntypisches» Programm für die Kinder der Mitarbeitenden.

Website Nationaler Zukunftstag

Sigg Sagg Sugg

Forumtheater

Foto Jugendliche auf dem Audiorundgang

«Wow, du willst Försterin werden?! Das ist eine coole Sache!». «Fachmann Betreuung – das passt prima zu dir und deinen Talenten!». Solche Reaktionen hören Jugendliche selten. Mädchen und Jungen, die sich für geschlechtsuntypische Berufe interessieren, sind mit Vorbehalten auf Seiten der Eltern und schrägen Blicken und Spott von Gleichaltrigen konfrontiert. Es fehlt ihnen an Vorbildern, an denen sie sich orientieren können.

Das Forumtheater «Sigg Sagg Sugg – und du wählsch us!» regt Jugendliche dazu an, sich mit den Motiven für ihre Berufswahl auseinander zu setzen und ermutigt sie, sich primär von ihren Interessen und Fähigkeiten leiten zu lassen. In einem über Funkkopfhörer angeleiteten Rundgang im öffentlichen Raum treffen die Jugendlichen auf vorbereitete Einspielungen und live gespielte Szenen zur Thematik. Dabei vermischen sich Realität und Fiktion. Im anschliessenden Forumtheater wird das zuvor Erlebte aufgegriffen und in Form eines interaktiven Theaters weiterentwickelt. Die Jugendlichen erhalten die Möglichkeit, das Geschehen zu beeinflussen und in eine andere Richtung zu lenken.

«Sigg Sagg Sugg» gastiert seit 2014 jedes Jahr anlässlich des Nationalen Zukunftstages in Zürich. Es handelte sich dabei um ein gemeinsames Angebot der Fachstelle, des Büros für Schulkultur des Schul- und Sportdepartements, des Schul- und Volksschulamtes des Kantons Zürich und der kantonalen Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann.

«Sigg Sagg Sugg» – Medien- und Theaterfalle Basel

Lust auf Technik und Physik - FerienSpass für Mädchen

Plakatsujet «Ich will Baggerfrau werden»

Lust auf Technik und Physik – so lautete das Motto der Projekte, die die Fachstelle in den Jahren 2007 bis 2011 im Rahmen des «FerienSpass»-Angebots durchführte.

Einen Tag lang Ingenieurin sein
Auf spielerische Art und Weise das Interesse der Mädchen am Ingenieurwesen zu wecken, war das Ziel des Projekts «Einen Tag lang Ingenieurin sein». Nach dem Besuch der damals grössten Baustelle in Zürich unter der fachkundigen Leitung von IngenieurInnen konnten die Mädchen im Labor des Instituts für Geomatik der ETH Zürich selbst mit Miniaturbauten experimentieren.

Wetterforscherinnen
Mit selbst gebauten Messinstrumenten gingen Mädchen im Ferien-Workshop «Wetterforscherinnen» den verschiedenen Wetterphänomenen auf den Grund. Angeleitet wurden sie dabei von Wetterforscherinnen des Instituts für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich.

Seit 2012 wird der Experimentiertag von der Stelle für Chancengleichheit der ETH organisiert.

Angebot «FerienSpass» an der ETH
  

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