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Veranstaltungen

Sexuelle Gewalt und Diskriminierung als Problem der «Anderen»

Rassistische Konstruktionen und Ressentiments

Datum: Dienstag, 7. März 2017, 18.00–20.00 Uhr

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Die Ereignisse während der Silvesternacht 2016 in Köln haben sich in der öffentlichen Wahrneh­mung zu einem Mythos etabliert: «Nordafrika­nische Männer sind eine Ge­fahr für weisse Frau­en». Die Debatten über die Her­kunft der Täter machten ras­sis­tische Konstruktio­nen und Ressen­timents sichtbar.

Sexualisierte Gewalt, so die gängige Meinung, sei ein Problem der «fremden Männer» und nicht der eigenen Gesellschaft. Auch bei anderen Themen werden Geschlechter­fragen kulturalisiert. Terroristische Angriffe wie die in Nizza oder Berlin beflügelten die Diskussionen über das Verbot von Burkas und Burkinis. Reale oder vermeintl­iche Gefahren werden an Gesch­lech­­­ter­fragen festge­macht.

  • Wie können wir ohne rassistische Zuschrei­bung über Diskriminierung von Frauen und sexualisierte Gewalt spre­­chen und dagegen vor­gehen?
  • Wie vermeiden wir die Obsession für die Her­kunft von Tätern, die von eigenen gesell­schaft­­lichen Defiziten hinsichtlich Gendergerechtig­keit ablenken? 

Über diese und weitere Fragen spricht die Politik­wis­senschaftlerin Dr. Meltem Kulaçatan, die zu Ge­schlechterdiskursen in transnatio­na­len Öffent­­lichkeiten und zu Gender und Feminis­mus im Is­lam forscht.

Prof. Dr. Bettina Dennerlein, Professorin für Gen­­der Studies und Islamwissenschaft an der Universität Zürich, führt in die Veranstaltung ein.

Im Anschluss an den inhaltlichen Teil der Veranstaltung können die Gespräche bei Brot, Wein und Käse vertieft werden.

Anmeldung: Die Veranstaltung ist ausgebucht. Sie können sich auf eine Warteliste setzen lassen. Email an gleichstellung@zuerich.ch

Ort: Stadthaus, Bibliothek zur Gleichstellung (4. Stock, Raum Nr. 429), Stadthausquai 17, 8001 Zürich