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Männer kaufen Sex – warum eigentlich?

BiblioTalk

Die männliche Nachfrage nach käuflicher Sexualität bleibt in der kontrovers geführten Auseinandersetzung um Sexarbeit / Prostitution unsichtbar. Im der öffentlichen Diskussion werden Männer, die sexuelle Dienstleistungen kaufen, wahl­weise als «patriarchale Gewalttäter» oder «Kun­den», «Gäste» und «Freier» klassifiziert. Von der Wissenschaft werden diese Männer fast vollständig ignoriert. Es sind nur wenige differenzierte Erkenntnisse in Bezug auf die Nachfrageseite in der Sexar­beit / Prostitution bekannt.

Der BiblioTalk nimmt sich dieser «Leerstelle» an. Der Sozialwissenschaftler Udo Gerheim (Universität Oldenburg) präsentiert die Ergeb­nisse einer Interview­st­udie mit heterose­xue­llen Freiern. Untersucht wurden Anzahl und Motive von Männern, die sexuelle Dienstleistungen kaufen, sowie ihre Einstellungen und Verhaltensweisen in Bezug auf die Macht- und Gewaltfrage in der Sexarbeit / Prostitution.

Wie können die Erkenntnisse aus der Studie kritisch in die ge­sell­schaftliche Diskussion um Sexar­beit / Prosti­tu­tion einbezogen werden?

Nebst Udo Gerheim wird auch Marijn Pulles von der Zürcher Aids-Hilfe am BiblioTalk anwesend sein. Er leitet das Projekt Don-Juan, das seit 2010 Freier in der Stadt Zürich berät.  Er gibt Einblick in die Aktivitäten von Don-Juan in der Stadt Zürich und berichtet über seine Er­fahrun­gen mit Freiern.

Datum: Montag, 3. Dezember 2018, 18.00–20.00 Uhr

Ort: Bibliothek zur Gleichstellung, Stadthaus, Stadthausquai 17, 8001 Zürich (4. Stock, Raum 429)

Anmeldung unbedingt erforderlich bis 29. November 2018