Global Navigation

Zürich meets Zürich 2020

Für dieses Jahr war im Rahmen des «Integrierten Standort- und Destinationsmarketings» (ISDM) das Festival «Zürich meets Berlin» geplant. Aufgrund der Covid-19 Pandemie wird es jedoch erst 2021 in der deutschen Hauptstadt stattfinden. Die Stadtentwicklung Zürich will ihre Aufgabe trotzdem auch 2020 erfüllen und den Standort Zürich mit all seinen Qualitäten präsentieren. Ein wichtiger Aspekt der Veranstaltungsreihe ist es, Zürich als Kultur-, Forschungs- und Wissensstandort in Szene zu setzen. Wir haben uns deshalb entschieden, dieses Jahr Zürichs Bild einer auch unter pandemiebedingten Rahmenbedingungen lebendigen Kulturstadt im Ausland zu stärken. Wir begaben uns auf die Suche nach einem geeigneten Format, das die Stadt Zürich als Weltstadt zeigt und ihre Attraktivität unterstreicht, während es gleichzeitig typisch «zürcherisch» ist und sich an die ganze Stadtbevölkerung richtet.

Ein Festival, das diese Kriterien wundervoll erfüllt, ist das Zürcher Theater Spektakel (13. bis 30. August 2020). Die Stadtentwicklung integriert deshalb im Sommer 2020 «Zürich meets your City» ins Theater Spektakel und widmet den Zürcherinnen und Zürchern ein ausgewähltes Projekt – «Zurich meets Zurich».

Die Auswahl ist auf William Forsythes Projekt «City of Abstracts» gefallen. William Forsythe zählt zu den bedeutendsten und innovativsten Choreografen des zeitgenössischen Tanzes. Im Januar 2020 hat das Opernhaus Zürich den Amerikaner kurz nach seinem siebzigsten Geburtstag mit einem Ballettabend geehrt. In seinen nunmehr über 45 Berufsjahren wagte er faszinierende Grenzüberschreitungen seines Genres. Seine Werke sind dafür bekannt, die Praxis des Balletts aus dem klassischen Repertoire gelöst und zu einer dynamischen Kunstform des 21. Jahrhunderts transformiert zu haben. Forsythes Interesse an organisatorischen Grundprinzipien hat ihn zudem dazu gebracht, Projekte in den Bereichen Installation, Film und internetbasierte Wissensentwicklung zu realisieren.

In seiner Installation «City of Abstracts» (2000) werden die Besucher von einer Kamera mit integrierter Videosoftware gefilmt. Ihr Erscheinungsbild und ihre Bewegungen werden bearbeitet und eine verzögerte, nicht synchronisierte Version der Live-Aktionen des Publikums werden auf eine Leinwand projiziert. Die Körper verschmelzen dadurch zu einem Tanz aus gedehnten und spiralförmigen Formen und es entstehen Performances aus alltäglichen Gesten. Lachen und Komplizenschaft überwinden das mangelnde Selbstbewusstsein, da die Videoinstallation einlädt mit ihr zu spielen.

Mit seinen Installationen, die Forsythe unter dem Titel «Choreographic Objects» zusammenfasst, verwischt er die Grenzen zwischen Performance, Skulptur, Video und Installation. Das Publikum ist stets eingeladen, sich an der Arbeit zu beteiligen. Die Installationen offenbaren die Art und Weise, wie sich Menschen bewusst und unbewusst durch Raum und Zeit bewegen, miteinander interagieren und auf das Potenzial als auch auf die Grenzen ihres eigenen Körpers reagieren.


Biografie William Forsythe

Zürcher Theater Spektakel

Weitere Informationen