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«Rurbance» - Zusammenarbeit von städtischem und ländlichem Raum

Zürich und das Rurbance-Projekt

Im Rahmen des europäischen «Alpine Space»-Programms beteiligte sich die Stadt Zürich am Projekt «Rurbance», das sich mit der Zusammenarbeit zwischen Stadt/städtischem Gebiet und der ländlich geprägten Peripherie der Metropolitanräume beschäftigt. Damit ist Rurbance quasi ein Nachfolgeprojekt des 2011 abgeschlossenen URBACT-Projektes CityRegion.Net, wo es um die Zusammenarbeit der Kernstadt mit dem näheren Umland, -quasi um den «Kern-Metropolitanraum»- ging. Die Projektpartner stammen aus den Regionen Piemont, Lombardei, Veneto, Lubilijana, Graz, München und Grenoble. Das Projekt wurde im Sommer 2015 abgeschlossen.

«Zürich - Gotthard - Mailand»
Parallel zum internationalen Projekt arbeitet die Stadt Zürich mit den Kantonen Schwyz, Uri und Tessin sowie verschiedenen Organisationen an der Thematik «Verhältnis und Zusammenarbeit der Stadt Zürich zu den ländlichen Regionen an der Gotthardlinie». An dieser Linie finden sich Kernstädte (Zürich, Mailand), mittelgrosse Städte wie Zug, Schwyz, Bellinzona, Lugano, Chiasso, Como), ländliche Gebiete (Sihltal, Zugerland, Innerschwyz, Uri, Leventina) sowie städtisch geprägte Gebiete (Mendrisiotto, Ebene zwischen Como und Mailand).

Der Gotthard-Basistunnel wird in wenigen Jahren eröffnet werden. Er wird die Reise zwischen Zürich und Mailand wesentlich verkürzen. Die Städte rücken auf Tagesdistanz zusammen, was insbesondere für Businesskontakte relevant ist. Diese Veränderungen werden auch für alle an der Gotthardlinie gelegenen Städte, ländlichen und städtischen Gebiete von Relevanz sein. Welche Auswirkungen hat dieser bereits laufende Prozess auf die Regionen/Gebiete Zug, Innerschwyz, Uri und Tessin im gegenseitigen Verhältnis zu Zürich? Welche Auswirkungen muss die öffentliche Hand im städtischen und ländlichen Raum mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels gewärtigen? Welche Veränderungen sind absehbar, welche gemeinsamen Interessen gibt es? Wie können Kantone, Regionen und Städte darauf reagieren? Wie kann innerhalb dieses Wandels die Effizienz und Effektivität des Verhältnisses zwischen städtischem und ländlichem Raum verbessert werden? Wie kann eine sinnvolle Zusammenarbeit aufgebaut werden? Welche Kooperationen und Partnerschaften könnten erfolgversprechend sein, um eine integriertes Stadt-Land-Verhältnis zu generieren? Die Schweizer Projektpartner haben die Fragen gebündelt und gewichtet und arbeiten Projektideen heraus, die eine Zusammenarbeit zwischen städtischen und ländlichen Gebieten am Gotthardkorridor, zwischen Nord und Süd, zwischen italienisch- und deutschsprachigen Regionen, verbessern sollen.  

Alpine Space-Programme sind von der EU als transnationales Zusammenarbeitsprogramm für die Alpen konzipiert. Es können sich Städte und Regionen aus definierten Gebieten in den Alpenländern beteiligen (www.alpine-space.eu). Ziel ist die regionale Entwicklung auf nachhaltiger Basis. Das Projekt wird vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) unterstützt und aus dem Budget der Ausrichtung 2 der Neuen Regionalpolitik (NRP) über das SECO kofinanziert.

Die Publikationen zum Projekt Rurbance 2015 finden Sie hier

Ansprechpersonen

Christina Wandeler, Tel. +41 44 412 37 84
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