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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

13. März 2008

Vielfältiger Wohnraum «Stadt Zürich»

Studie zu den Mietpreisen und zur Mietpreisentwicklung

Die Stadt Zürich bietet Wohnraum in allen Preislagen und für alle Lebensphasen. Günstige Familienwohnungen findet man vorwiegend in den Stadtrandkreisen 9, 11 und 12, wo die gemeinnützigen Wohnungsanbieter stark vertreten sind. Gehobenen Ansprüchen wird beispielsweise der Kreis 1 gerecht, welcher durch seine zentrale Lage und die aussergewöhnliche Architektur der Altstadthäuser einen besonderen Reiz ausübt.

Der Studie liegen die Ergebnisse der Mietpreis-Strukturerhebung von Statistik Stadt Zürich (Stichtag 31. Dezember 2006) mit Informationen von total 26 163 bzw. 12,8 Prozent der Wohnungen der Stadt Zürich zugrunde. Die ermittelten Mietpreise des erfassten Wohnungsbestandes sind als moderat anzusehen und können sich den Angebotspreisen, wie sie beispielsweise in Wohnungsinseraten erscheinen, unterscheiden.

Grosse Streuungen bei den Mietpreisen
Die Ergebnisse der Mietpreis-Strukturerhebung zeigen, dass der monatliche Nettomietpreis einer 1-Zimmer-Wohnung im gesamtstädtischen Durchschnitt 791 Franken betrug. Eine 2-Zimmer-Wohnung kostete 1080 Franken, für eine Wohnung mit 3 Zimmern bezahlte man 1236, für eine mit 4 Zimmern 1 611 Franken und für eine 5-Zimmer-Wohnung 2 330 Franken. Da die Streuungen dieser gesamtstädtischen Durchschnittsmieten relativ gross sind, ist es sinnvoller, weitere Merkmale beizuziehen und so Kennzahlen für einen relativ homogenen Wohnungsbestand zu berechnen. Im Bericht finden sich daher auch Auswertungen für Mietpreise pro Quadratmeter Wohnfläche oder nach ausgewählten Wohnungsmerkmalen.

Grosse Unterschiede nach Marktsegment
Die Durchschnittsmieten werden nach kleinräumigen geografischen Gebieten wie den Stadtkreisen und Quartieren publiziert. Zudem werden die Segmente des privaten und des gemeinnützigen Wohnungsmarktes unterschieden, in welchen die Mietobjekte vorwiegend zu Markt- bzw. Kostenmieten angeboten werden. Dabei zeigen sich vergleichsweise grosse Unterschiede, wie die Grafik G_1 (siehe Anhang) zeigt.

Teure Wohnlagen in der Innenstadt, am Zürichberg und im Seefeld
Zu den besonders teuren Wohnlagen gehört der Kreis 1. Neben den bevorzugten Wohngegenden am Zürichberg (Kreis 7) werden auch im Trendquartier Seefeld (Kreis 8), welches durch seine sonnige, seenahe Lage begünstigt ist, sehr hohe Mietpreise bezahlt. Günstige Mietpreise findet man hingegen in den peripheren Kreisen 9, 11 und 12. Dies sind jene Gebiete, in welchen der Fokus der Bautätigkeit auch auf günstige Familienwohnungen gerichtet ist. Dies zeigt das Beispiel der 3-Zimmer-Wohnungen (Grafik G_2, siehe Anhang).

Stärkerer Anstieg der Mieten in der Stadt als im Kanton
Der Vergleich der Befragungsergebnisse mit dem Mietpreisindex zeigt, dass die Mieten in der Stadt seit dem Jahr 2000 stärker gestiegen sind als im Kanton. Massgeblich daran beteiligt sind die gute Wirtschaftslage und der Zuzug von zahlungskräftigen, hoch qualifizierten Personen in die Stadt Zürich. Dieses Mietersegment mit spezifischen Bedürfnissen und entsprechendem Budget könnte sich preistreibend auf die Mietpreisentwicklung in der Stadt Zürich ausgewirkt haben.

Die Publikation «Mietpreise Stadt Zürich» (Analyse 1/2008) ist gratis im Internet verfügbar oder kann bei Statistik Stadt Zürich als Broschüre bezogen werden (Preis 15 Franken).

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Thema: Bauen

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich