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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

24. Februar 2009

Zuwanderung als Treiber des Bevölkerungswachstums in Zürich

Stand der Wohnbevölkerung der Stadt Zürich Ende 2008

Die Wohnbevölkerung der Stadt Zürich wächst weiter. 2008 nahm die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner um 3 684 Personen oder 1,0 Prozent auf 380 499 zu. Verantwortlich für das Bevölkerungswachstum war vor allem die Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wachstum allerdings abgeschwächt.

Die schweizerische Wohnbevölkerung der Stadt Zürich wuchs 2008 um 1 159 Personen oder 0,4 Prozent auf 262 595, die ausländische um 2 525 Personen oder 2,2 Prozent auf 117 904. Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Gesamtbevölkerung betrug 31,0 Prozent. Die Schweizer Bürgerinnen und Bürger wiesen einen Sterbeüberschuss (-200 Personen) und einen Wanderungsverlust (-1 800 Personen) aus. Dass ihre Zahl trotzdem zugenommen hat, ist allein auf die rund 3 100 Einbürgerungen von Ausländerinnen und Ausländern zurückzuführen. Demgegenüber ist die ausländische Wohnbevölkerung dank einem Wanderungsgewinn (+4 600 Personen) und einem Geburtenüberschuss (+1 100 Personen) gewachsen.

Zuwanderung aus Deutschland hält an
Ende 2008 stammten vier von fünf Ausländerinnen und Ausländern aus einem europäischen Land. Und sechs von zehn Personen der ausländischen Wohnbevölkerung waren Bürgerinnen oder Bürger eines der mittlerweile 27 Länder der Europäischen Union.

Die stärkste Zunahme bei der ausländischen Wohnbevölkerung verzeichneten – wie schon in den Jahren zuvor – die Deutschen mit einem Plus von 2 491 Personen oder 9,8 Prozent. Ende 2008 zählten sie 27 870 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit bauten sie ihre Stellung als stärkste ausländische Bevölkerungsgruppe, die sie seit Anfang 2004 innehaben, weiter aus. Heute haben 23,6 Prozent der Ausländerinnen und Ausländer in der Stadt Zürich einen deutschen Pass.

Die stärkste Abnahme bei der ausländischen Wohnbevölkerung wiesen einmal mehr die Staatsangehörigen von Serbien und Montenegro aus (-727 Personen oder 6,6%). Ursache für den Rückgang waren vor allem Einbürgerungen. Gleichwohl gehört Serbien und Montenegro weiterhin zu den zehn in der Stadt Zürich am stärksten vertretenen ausländischen Nationen. Sie belegen hinter den Italienerinnen und Italienern den dritten Rang.

Stärkstes Wachstum im Kreis 11
In zehn der zwölf Kreise der Stadt Zürich stieg 2008 die Zahl der Einwohnerinnen und Ein-wohner. Den grössten Zuwachs verzeichnete wie schon in den Jahren zuvor der Kreis 11. Mit einem Plus von 1 191 Personen oder 1,9 Prozent entfiel fast ein Drittel des letztjährigen Wachstums der Stadtzürcher Wohnbevölkerung auf den mit Abstand grössten Stadtkreis. Allein im Quartier Affoltern stieg die Zahl der Wohnbevölkerung um 1096 Personen oder 5,2 Prozent – so stark wie in keinem andern Quartier. Am zweitstärksten nahm die Wohnbe­völkerung im Kreis 6 zu (+554 Personen oder +1,8%), wobei vom Zuwachs vor allem das Quartier Unterstrass profitierte (+412 Personen oder +2,0%).

Einen Bevölkerungsschwund hingegen verzeichneten die Kreise 1 und 8. Im Kreis 1 sank die Zahl der Wohnbevölkerung um 71 Personen oder 1,3 Prozent. Vom Rückgang am stärksten betroffen war das Quartier City (–33 Personen oder –3,8%). Der Kreis 8 verlor 116 Einwohnerinnen und Einwohner (–0,8%): 76 Personen (–1,4%) im Quartier Mühlebach und 57 Personen (–1,2%) im Quartier Seefeld.

Thema: Bevölkerung

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich