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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

26. Januar 2010

Deutlich höheres Lohnniveau in der Stadt Zürich

Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2008

Erste Ergebnisse zeigen für die Stadt Zürich ein deutlich höheres Lohnniveau im Vergleich zur Gesamtschweiz. Spitzenreiter bei den Salären sind in der Stadt Zürich nicht ganz überraschend die Beschäftigten im Banken- und Versicherungssektor mit einem Bruttomedianlohn von 9524 Franken. Dieser Wert ist, verglichen mit dem Medianlohn im Gastgewerbe, mehr als doppelt so hoch.

Die Stadtzürcher Löhne liegen im sekundären Sektor rund 18 Prozent und im Dienstleistungssektor gar rund 25 Prozent über denjenigen der Gesamtschweiz. Im Vergleich zum Kanton Zürich sind die Lohnunterschiede kleiner, aber immer noch beachtlich: In der Stadt Zürich liegen die Saläre im 2. Sektor um rund 10 Prozent und im 3. Sektor um knapp
14 Prozent höher.

Angleichung zwischen dem Industrie- und Dienstleistungssektor
Die Bruttomedianlöhne der Beschäftigten in der Stadt Zürich betragen für den 2. Sektor
6984 Franken und für den 3. Sektor 7070 Franken. Die Unterschiede zwischen den beiden Sektoren sind damit im Vergleich zu 2006 deutlich kleiner geworden.

Unterschiede nach Branchen
Die wertschöpfungsstarken Branchen wie das «Kredit- und Versicherungsgewerbe» stehen in der Stadt Zürich mit einem Bruttomedianlohn von 9524 Franken an der Spitze, gefolgt von der Branche Nachrichtenübermittlung (8995 Franken). Der Banken- und Versicherungssektor profitierte dabei von der guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bis zum Herbst 2008, was sich bei den Boni bemerkbar machte, welche Teil des standardisierten Bruttomedianlohns sind. Am unteren Ende angesiedelt sind das Gastgewerbe mit 4256 Franken und die Branche «Persönliche Dienstleistungen» mit 3810 Franken. Das Baugewerbe liegt im Mittelfeld (6454 Franken).

Grosse Bandbreite bei Kaderlöhnen
Ausgeprägte Unterschiede zeigen sich bei den Kaderlöhnen. So beträgt die Bandbreite vom untersten Kader im Gastgewerbe (5058 Franken) bis zum obersten Kader im Banken- und Versicherungssektor (16 667 Franken) 11 609 Franken. Auch sind Männer lohnmässig besser gestellt als Frauen. Das grösste Gefälle besteht in der Kategorie «mittleres bis oberstes Kader» mit 4167 Franken.


Monatlicher standardisierter Bruttolohn
Um den Vergleich zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten zu ermöglichen, werden die erhobenen Beträge (inkl. Sozialabgaben) auf standardisierte Monatslöhne umgerechnet, das heisst auf eine einheitliche Arbeitszeit von 4 1/3 Wochen zu 40 Stunden. Dabei setzt sich der monatliche Bruttolohn aus folgenden Lohnkomponenten zusammen: Bruttoeinkommen des Monats Oktober (Sozialabgaben der Arbeitsnehmenden, Sachleistungen, regelmässige Prämienzahlungen, Beteiligungen am Unternehmensumsatz und Provisionen inbegriffen) plus die Zulagen für Schichtarbeit sowie Sonntags- und Nachtarbeit, 1/12 des 13. Monatslohns und 1/12 der jährlichen Sonderzahlungen (Boni). Nicht berücksichtigt werden die Familien- und Kinderzulagen.

Lohnstrukturerhebung
Die Lohnstrukturerhebung wird vom Bundesamt für Statistik seit 1994 alle 2 Jahre durchgeführt. Seit 2006 sind für die Stadt Zürich detaillierte Auswertungen der Lohnstrukturen für die Privatwirtschaft möglich.


Die Publikation «Der Lohn der Mühe» (zur Zeit 5/2009) ist gratis im Internet verfügbar
(www.stadt-zuerich.ch/statistik) oder kann bei Statistik Stadt Zürich als Broschüre bezogen werden (Preis 5 Franken).

Statistik Stadt Zürich
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Thema: Finanzen

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich