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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

25. August 2011

Baupreise steigen in Zürich um 1,7 Prozent

Zürcher Index der Wohnbaupreise mit neuer Basis: April 2010 = 100

Der von Statistik Stadt Zürich berechnete Zürcher Index der Wohnbaupreise ist zwischen April 2010 und April 2011 um 1,7 Prozent gestiegen und hat auf der neuen, erstmals publizierten Basis April 2010 = 100 den Stand von 101,7 Punkten erreicht. Die Teuerung im Wohnbausektor war damit etwas höher als im Jahr zuvor. Damals hatte sie 1,2 Prozent betragen.

In der Hauptgruppe Vorbereitungsarbeiten stieg das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent. Beim Gebäude zogen die Preise um durchschnittlich 1,8 Prozent an. Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Preise bei den Baumeisterarbeiten (+1,5%), bei den Sanitäranlagen (+2,8%) und bei den Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen (+2,1%). Weniger bezahlen hingegen musste man für Liftanlagen (–2,7%). Die Hauptgruppe Gebäude ist mit einem Gewichtsanteil von rund 85 Prozent die wichtigste Teilgruppe des Zürcher Index der Wohnbaupreise. In der Hauptgruppe Umgebung stieg das Preisniveau um 1,4 Prozent und in der Hauptgruppe Baunebenkosten und Übergangskonten um 1,5 Prozent. Als Gründe für den erneuten Anstieg der Zürcher Baupreise nannten die Baufirmen insbesondere höhere Lohn-, Material- und Deponiekosten.

Konjunkturlage nach wie vor gut
Der Gebäudekubikmeterpreis gemäss der Norm 416 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) lag im April 2011 bei 732 Franken, der Gebäudequadratmeterpreis bei 2159 Franken. Der Quadratmeterpreis für die bearbeitete Umgebungsfläche betrug – ebenfalls gemäss erwähnter Norm – 250 Franken. (Die Mehrwertsteuer ist in diesen Beträgen inbegriffen.) Der Anstieg des Zürcher Index der Wohnbaupreise zeigt, dass die Konjunkturlage in der Zürcher Baubranche nach wie vor gut ist. Am Stichtag der Preiserhebung (1. April 2011) standen in der Stadt Zürich über 5000 Wohnungen im Bau – so viele wie noch nie.

Preiserhebung erstmals online
Statistik Stadt Zürich lässt sich jedes Jahr von rund 250 Bauunternehmen aus dem Raum Zürich den Bau eines bereits bestehenden Mehrfamilienhauses – des sogenannten Indexhauses – offerieren und berechnet anschliessend aus gut 400 Offerten mit über 30 000 Einzelpreisen den Zürcher Index der Wohnbaupreise. Dieses Jahr wurde die Preiserhebung in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung (CRB) erstmals online durchgeführt. Über neunzig Prozent der teilnehmenden Firmen benutzten die Internetplattform für die Offerteingabe.

Zürcher Index auf neuer Basis
Als Indexhaus dient zurzeit eine dreiteilige Liegenschaft mit 23 Wohnungen und 47 Tiefgaragenparkplätzen im Hohmoosquartier in Zürich Schwamendingen (Hohmoos 2, 2a und 2b). Da das Wohngebäude, so wie es in den Jahren 2002/2003 gebaut wurde, heute nicht mehr bewilligt würde, musste der Index angepasst und auf eine neue Basis (April 2010 = 100 Punkte) gestellt werden. Der Baubeschrieb für das Wohngebäude wurde den heutigen Baunormen und -vorschriften angepasst und die Leistungsverzeichnisse für die Offerten wurden überarbeitet. Die Liegenschaft erfüllt damit unter anderem die Minergie-Anforderungen (Norm SIA 380/1:2009) und die aktuellen Vorgaben an die Erdbebensicherheit.

Die Reihe des Zürcher Index der Wohnbaupreise geht bis ins Jahr 1914 zurück – seither ist Bauen in Zürich um knapp 1400 Prozent teurer geworden.


Statistiken siehe angehängte Medienmitteilung.

Thema: Bauen

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich