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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

30. Juni 2011

Zürich als Wachstumstreiber der Schweizer Wirtschaft

Wertschöpfung von Stadt und Agglomeration Zürich in den letzten 20 Jahren

Zwischen 1992 und 2010 wuchs das Stadtzürcher Bruttoinlandprodukt von 33,5 auf 58,6 Milliarden Franken. Aktuell entspricht dies einem Anteil von rund 11 Prozent an der Gesamtschweizer Wertschöpfung. Für die ganze Agglomeration Zürich steigt der Anteil sogar auf beinahe 20 Prozent. Aufgrund der starken Ausrichtung auf den Dienstleistungssektor ist die Wertschöpfung pro Beschäftigten in der Stadt deutlich höher als in der Schweiz insgesamt.

In den Jahren 1992 bis 2010 verzeichnete die Stadt Zürich mit einer BIP-Zunahme von 75 Prozent ein deutlich stärkeres Wachstum als die Schweiz mit 55 Prozent. Dies hängt mit der starken Vertretung des dritten Sektors zusammen, dessen Anteil rund 92 Prozent an der stadtzürcher Wertschöpfung beträgt. Dies ist deutlich mehr als in der Schweiz mit einem Anteil von 72 Prozent.

Starke Bedeutung des Finanzsektors
Mit fast einem Viertel der Wertschöpfung ist das Kreditgewerbe die wichtigste Branche in der Stadt Zürich. Daneben weisen auch die Branchen «Immobilien und Vermietung» und «Versicherungen» hohe Wertschöpfungen auf.

Betrug die Wertschöpfung des Kreditgewerbes 1992 rund 4,3 Milliarden, stieg sie bis 2007 auf über 15 Milliarden. Im Zuge der Finanzkrise ist sie wieder zurückgegangen und betrug 2010 noch rund 12 Milliarden. Dennoch ergab sich bei den Banken über die ganze Periode gesehen eine Verdreifachung der Wertschöpfung. Im Versicherungsgewerbe und in der Branche «Immobilien und Vermietung» verdoppelte sich die Wertschöpfung auf 6 bzw. fast 8 Milliarden. Eine ähnlich starke Entwicklung wie beim Kreditgewerbe gab es in der Branche «Informatik / Forschung & Entwicklung». Sie hat ihre Wertschöpfung seit 1992 fast verdreifacht, doch ist ihr Anteil an der Wertschöpfung mit 4 Prozent immer noch relativ gering.

Grössere Produktivität in der Stadt
Das BIP pro Vollzeitstelle – ein Mass für die Produktivität – ist in der Stadt Zürich deutlich höher als in der Schweiz. Im Jahr 2010 lag der Wert für die Stadt Zürich bei 194 000 Franken und somit um 41 000 Franken über dem Schweizer Niveau. In der Agglomeration Zürich betrug das BIP pro Vollzeitäquivalent 178 000 Franken.

Die höchste Wertschöpfung pro Vollzeitstelle resultiert in der Stadt Zürich im Finanzsektor (Banken und Versicherungen) mit rund 300 000 Franken pro Jahr. In der Branche «Transport und Kommunikation» beträgt die Wertschöpfung pro Vollzeitstelle rund 200 000 Franken.

Transparenz bei der Berechnungsmethode
Die Ergebnisse wurden mit einer Methodik des «Centre de recherches économiques appliquées» (Créa) der Universität Lausanne ermittelt. Créa berechnet bereits seit mehreren Jahren das BIP für verschiedene Westschweizer Kantone. Die Methodik gewährleistet Transparenz und ermöglicht eine Überprüfung der Resultate. Eine detaillierte Darstellung über die Berechnung gibt der Methodenbericht. Die Quartalsdaten zum Zürcher BIP werden in Zukunft im Wirtschaftsbarometer publiziert.

Statistiken siehe angehängte Medienmitteilung

Weitere Informationen
Die Analyse «Der Wirtschaftsmotor der Schweiz» ist im Internet verfügbar und kann bei Statistik Stadt Zürich als Broschüre bezogen werden (Preis: 15 Franken).

Der Methodenbericht zur Berechnung des BIP ist ebenfalls im Internet verfügbar und kann zum Preis von 17 Franken als Broschüre bezogen werden.

Statistik Stadt Zürich publiziert die Quartalsdaten zum Bruttoinlandprodukt fortan im Wirtschaftsbarometer Zürich. Diese Publikation ist im Internet verfügbar und kann abonniert werden.

 

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich