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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

6. Dezember 2012

Preisniveau sinkt um 0,4 Prozent

Zürcher Index der Konsumentenpreise im November 2012

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im November 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gesunken und hat den Stand von 98,9 Punkten erreicht (Basis Dezember 2010 = 100). Verantwortlich für den Indexrückgang waren vor allem tiefere Mietzinse und günstigere Preise für Heizöl und Treibstoffe. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau um 0,3 Prozent.

Der Index der Hauptgruppe Verkehr sank im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Prozent. Hauptgrund dafür waren tiefere Preise für Treibstoffe (Benzin: –5,2 %, Diesel: –0,6 %; Stichtage: 2. und 15. November). Auch für Occasionsautos musste man weniger bezahlen. Linienflüge hingegen wurden teurer.

Im Bereich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sank das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Günstiger wurden Fruchtgemüse wie Gurken und Zucchetti, Wurstwaren, Zitrusfrüchte wie Mandarinen, Clementinen und Orangen, Trockensuppen, Gewürze und Suppen, Schokolade, Teigwaren sowie Halbhart- und Hartkäse. Teurer wurden Feingebäck und Konditoreiwaren, Getreideriegel und Müesli, Salatgemüse wie Kopf- oder Eisbergsalat, Joghurts mit Aroma oder Früchten, Joghurt- und Milchdrinks sowie Trauben, Ananas und Bananen. Teils waren diese Preisänderungen saisonal bedingt, teils kamen sie aufgrund von Aktionen zustande.

Der Index der Hauptgruppe Wohnen und Energie sank im Vergleich zum Vormonat um
0,7 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren die vierteljährlich erhobenen Mieten für
1- bis 6-Zimmer-Wohnungen, die gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent sanken. Damit lagen die Mietzinse um 1,0 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Grund für die günstigeren Mietzinse ist der Anfang Juni um einen Viertelprozentpunkt von 2,50 auf 2,25 Prozent gesenkte Referenzzinssatz für Hypotheken. (Der Zinssatz ist bereits Anfang Dezember letzten Jahres von 2,75 auf 2,50 Prozent gesenkt worden.) Günstiger wurden auch Heizöl (–4,1 %; Stichtage: 2. und 15. November) sowie die Materialien und Dienst­leistungen für den Wohnungsunterhalt.

Preisnachlässe fürs Telefonieren, insbesondere mit dem Handy, führten im Bereich Nachrichtenübermittlung zu einem im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent tieferen Index. Weniger bezahlen musste man auch für Mobiltelefone.

In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe sank der Index gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Grund dafür waren günstigere Schuhe und Damenkleider. Die Preise für Herrenkleider und Wintersportbekleidung zogen hingegen etwas an.

Tiefere Preise für Wohnzimmermöbel, Wasch- und Reinigungsmittel, Bettzeug und Haus­haltswäsche sowie für grosse Haushaltsapparate wie beispielsweise Wasch-Trockner-Kombigeräte führten im Bereich Hausrat und laufende Haushaltsführung zu einen Indexrückgang gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Teurer hingegen wurden in diesem Ausgaben­bereich kleine Haushaltsapparate wie Heiz- oder Mikrowellengeräte.

In der Hauptgruppe Restaurants und Hotels sank das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Grund dafür waren tiefere Preise für Hotelübernachtungen.

Höhere Preise für Bier und inländischen Weisswein hatten im Bereich Alkoholische Getränke und Tabak einen Indexanstieg gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent zur Folge. Teurer wurden auch Spirituosen; die Preise für ausländischen Rot- und Weisswein gaben indes etwas nach. Die Preise für Tabakwaren wurden im Berichtsmonat nicht erhoben.

Der Index der Hauptgruppe Freizeit und Kultur stieg innert Monatsfrist um 0,2 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren teurere Angebote für Pauschalreisen sowie höhere Preise für Hunde- und Katzenfutter. Auch die Preise für Wintersportartikel wie Snowboard-Schuhe sowie für Bücher und Broschüren zogen etwas an. Fernsehgeräte sowie Computer und Drucker gingen indes etwas günstiger über den Ladentisch.

Ebenfalls um 0,2 Prozent stieg der Index des Bereichs Sonstige Waren und Dienst­leistungen gegenüber dem Vormonat. Teurer wurden Seifen und Badezusätze, Haut- und Schönheitspflegemittel sowie Zahnpflegemittel. Mehr bezahlen musste man auch für den Coiffeurbesuch sowie für Zeitungsinserate. Günstiger hingegen wurden Körperpflegegeräte wie Rasierapparate und elektrische Zahnbürsten.

In der Hauptgruppe Gesundheitspflege blieb das Preisniveau im Vergleich zum Vormonat infolge gegenläufiger Preisbewegungen insgesamt stabil: Medikamente wurden günstiger, Sanitätsmaterial sowie medizinische Apparate und Geräte teurer.

Im Bereich Erziehung und Unterricht wurden im Berichtsmonat keine Preise erhoben.

Entwicklung der Inland- und Importgüter

Das Preisniveau der Inlandgüter sank im November 2012 gegenüber dem Vormonat um
0,2 Prozent, jenes der Importgüter um 0,9 Prozent – insbesondere der günstigeren Erdöl­produkte wegen.

Innert Jahresfrist blieben die Preise für einheimische Güter praktisch stabil, jene für Import­güter hingegen sanken um 1,4 Prozent. Vor allem bei Kleidern, Autos und Möbeln sowie Geräten der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik lagen die Preise deutlich unter jenen des Vorjahresmonats.

Grafiken finden Sie in der unten aufgeführten Medienmitteilung.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich