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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

11. Dezember 2012

Keine Schnapsidee: «Ja, ich will!»

Am 12.12.2012 heiraten in der Stadt Zürich 32 Paare

Hochbetrieb auf dem Zivilstandsamt der Stadt Zürich: Am 12.12.2012 geben sich knapp drei Dutzend Paare das Ja-Wort. Das sind ungefähr gleich viele Eheschliessungen wie an Schnapszahl-Tagen der Vorjahre, aber deutlich mehr als an gewöhnlichen Tagen.

Tage mit einer Schnapszahl sollen Glück bringen. Und Glück können Verliebte, die heiraten wollen, gut gebrauchen. 2011 wurden in der Stadtzürcher Bevölkerung 4305 Eheschliessungen gezählt. Die Zahl der Scheidungen war knapp halb so gross wie die Zahl der Heiraten. Was reizt Heiratswillige an besonderen Daten? Die Hoffnung auf Glück? Oder die banale Tatsache, dass man oder frau ein Datum mit mehreren gleichen Ziffern leichter in Erinnerung behält? Jedenfalls herrscht an Tagen mit Schnapszahlen auf Standesämtern Hochbetrieb.

Blick auf Chagall und Giacometti

In der Stadt Zürich lassen sich 32 Paare am 12.12.2012 trauen. Davon geben sich die meisten Paare im Zürcher Stadthaus das Ja-Wort. Wer bei diesem festlichen Anlass nicht nur Augen für den andern hat, kann dabei auch einen Blick auf den Glasmalzyklus «Vermählung Mariä» nach Entwürfen von Augusto Giacometti oder das Bild «Fiancés», «Die Verlobten», von Marc Chagall werfen. Seit 2009 können sich Paare in der Stadt Zürich auch an andern Orten trauen lassen: Im Zunfthaus zur Waag am Münsterplatz, in der Weinschenke des Hotels Hirschen am Hirschenplatz und in der Masoala-Halle im Zoo Zürich.

Rekord vom 9.9.1999 bleibt ungeschlagen

Im 21. Jahrhundert gab es bislang elf Schnapszahl-Daten. Vier fielen auf einen Sonntag oder Feiertag; sie kamen als Trauungstage nicht in Frage. Das erste Schnapszahl-Datum, an dem in unserem Jahrhundert geheiratet werden konnte, war der 2.2.2002. An jenen Samstag liessen sich 15 Paare trauen. Das waren sehr wenige im Vergleich mit 56 Ziviltrauungen am 9.9.1999, dem letzten Schnapszahl-Tag des vergangenen Jahrhunderts. Dies hängt wohl auch damit zusammen, dass die Wintermonate bei den Heiratenden generell weniger beliebt sind. Die Zahl der Heiratswilligen an Schnapszahl-Tagen nahm in den darauf folgenden Jahren zu und erreichte am Mittwoch, 9.9.2009, mit 41 Paaren einen Höchststand. Am 11.11.2011 liessen sich nur 36 Paare trauen, obwohl dieser Tag auf einen Freitag fiel. Und der Freitag gilt mit Abstand als beliebtester Heiratstag, selbst dann, wenn es sich um einen Freitag, den 13. handelt. Am 12.12.2012 lassen sich in der Stadt Zürich 32 Paare trauen. Das übersteigt die Mittwoch- (etwa acht Eheschliessungen) und Dezember-Durchschnitte (unter sechs Eheschliessungen) deutlich.

Heiratsalter über dem Durchschnitt

Wer an einem Schnapszahl-Tag heiratet, folgt übrigens keiner Schnapsidee, sondern handelt – das verrät die Statistik – altersweise: Die Frauen sind bei der Trauung durchschnittlich 32,3 Jahre alt und damit 1,4 Jahre älter als Frauen, die an gewöhnlichen Tagen heiraten. Männer, die an solch besonderen Tagen heiraten, sind im Schnitt 35,7 Jahre alt. Ihr Altersabstand zu «normalen» Bräutigamen beträgt ganze zwei Jahre.

Thema: Bevölkerung

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich, Bevölkerungsamt