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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

6. Juli 2012

Leichter Rückgang des Preisniveaus

Zürcher Index der Konsumentenpreise im Juni 2012

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Juni 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gesunken und hat den Stand von 99,4 Punkten erreicht (Basis Dezember 2010 = 100). Verantwortlich für den leichten Rückgang waren vor allem tiefere Preise für Heizöl und Treibstoffe sowie für Bekleidung. Innert Jahresfrist sanken die Preise um 0,9 Prozent.

In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe sank das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 2,8 Prozent. Günstiger wurden vor allem Kleider für Damen und Kinder. Mit diesem Rückgang lagen die Preise in diesem Ausgabensektor um 7,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Index des Bereichs Verkehr sank im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren tiefere Preise für Benzin und Diesel (–3,2 % bzw. –3,1 %; Stichtage: 1. und 15. Juni). Weniger bezahlen musste man auch für neue Autos und für Linienflüge.

Tiefere Preise für Haut- und Schönheitspflegemittel sowie für Seifen und Badezusätze führten im Bereich Sonstige Waren und Dienstleistungen zu einem leichten Indexrückgang (–0,5 %).

Im Bereich Wohnen und Energie sank das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Hauptgrund dafür waren die tieferen Heizölpreise (–5,0 %; Stichtage: 1. und 15. Juni). Damit lagen die durchschnittlichen Heizölpreise auf dem Niveau des Vorjahres. Teurer wurde hingegen das Material für die Instandhaltung und Reparatur der Wohnung.

Im Bereich Nachrichtenübermittlung sank das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Hauptgrund dafür waren tiefere Preise bei der Festnetzkommunikation und den Telefonen.

Der Index im Bereich Restaurants und Hotels ging gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zurück. Grund dafür waren tiefere Preise für Hotelübernachtungen. Teurer wurden dagegen alkoholfreie Getränke in Restaurants und Cafés.

Im Bereich Gesundheitspflege stieg das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Grund dafür waren höhere Preise bei den Medikamenten. Weniger bezahlen musste man demgegenüber für Sanitätsmaterial wie beispielsweise Pflaster, Verbände oder Fiebermesser.

Im Bereich Freizeit und Kultur stieg der Index gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Teurer wurden Eintritte in Schwimmbäder und Arrangements für Pauschalreisen. Tiefere Preise verzeichneten Bücher und Broschüren sowie Zeitungen und Zeitschriften.

Der Index im Bereich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Teurer wurden vor allem Fruchtgemüse wie Tomaten, Peperoni und Auberginen. Mehr bezahlen musste man auch für die meisten anderen Gemüsesorten, für andere Früchte wie Melonen, Trauben und Erdbeeren sowie für Frucht- und Gemüsesäfte. Günstiger hingegen wurden Dauerbackwaren, Kakao- und Süssgetränke sowie Teigwaren. Teils waren diese Preisänderungen saisonal bedingt, teils kamen sie aufgrund von Aktionen zustande.

Der Index der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung stieg um 0,8 Prozent. Teurer wurden im Vergleich zum Vormonat vor allem Wohnzimmermöbel und elektrische Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefrierschränke sowie Nähmaschinen. Weniger bezahlen musste man für Geschirr und Besteck.

Im Bereich Alkoholische Getränke und Tabak stieg das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Insbesondere inländischer Rotwein im Detailhandel war dafür verantwortlich. Ebenfalls teurer wurden Zigaretten, günstiger wurde dagegen Bier.

In der Hauptgruppe Erziehung und Unterricht wurden im Berichtsmonat keine Preise erhoben.

Entwicklung der Inland- und Importgüter

Das Preisniveau der Inlandgüter blieb im Juni 2012 gegenüber dem Vormonat konstant, jenes der Importgüter sank um 1,0 Prozent.

Während die Preise innert Jahresfrist für einheimische Güter um durchschnittlich 0,2 Prozent stiegen, sanken jene für Importgüter um 3,8 Prozent. Vor allem bei Kleidern, Autos und Geräten der Unterhaltungselektronik hatte der starke Franken im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich tiefere Preise zur Folge.

Grafiken finden Sie in der unten aufgeführten Medienmitteilung.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich