Global Navigation

Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

7. Juni 2012

Leichter Rückgang der Teuerung

Zürcher Index der Konsumentenpreise im Mai 2012

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Mai 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gesunken und hat den Stand von 99,6 Punkten erreicht (Basis Dezember 2010 = 100). Verantwortlich für den leichten Rückgang waren vor allem tiefere Mietzinse sowie günstigere Preise für Heizöl, Autos und Treibstoffe. Innert Jahresfrist sanken die Preise um 0,8 Prozent.

Der Index des Bereichs Verkehr sank im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren tiefere Preise für neue Autos. Weniger bezahlen musste man auch für Benzin und Diesel (-1,1 % bzw. -1,0 %; Stichtage: 2. und 15. Mai) und für Linienflüge.

Ebenfalls um 0,8 Prozent sank der Index der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung. Günstiger wurden im Vergleich zum Vormonat vor allem elektrische Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefrierschränke sowie Nähmaschinen. Weniger bezahlen musste man auch für Wohn-, Küchen- und Gartenmöbel. Teurer hingegen wurden Schlafzimmermöbel und Besteck.

Im Bereich Wohnen und Energie sank das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Hauptgrund dafür waren die tieferen Wohnungsmietzinse (-0,7 %). Trotz dieses Rückgangs im Mai lagen die durchschnittlichen Mietzinse für 1- bis 6-Zimmer-Wohnungen in der Stadt Zürich immer noch leicht über dem Niveau des Vorjahres (+0,1 %). Die Preise für Heizöl sanken ebenfalls (-2,2 %; Stichtage: 2. und 15. Mai). Teurer hingegen wurden Dienstleistungen für die Instandhaltung und Reparatur der Wohnung.

In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe stieg das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent. Teurer wurden vor allem Kleider und Schuhe für Damen und Kinder. Trotz des Anstiegs im Mai lagen die Preise in diesem Ausgabensektor immer noch um 6,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Im Bereich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stieg der Index gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Teurer wurden Steinobst wie Pfirsiche und Nektarinen, die meisten Gemüsesorten, natürliches Mineralwasser in 1,5-Liter-Flaschen, Wurstwaren, Halbhart- und Hartkäse, frische Fische sowie Frucht- und Gemüsesäfte. Günstiger hingegen wurden Schokolade und Teigwaren. Teils waren diese Preisänderungen saisonal bedingt, teils kamen sie aufgrund von Aktionen zustande.

In der Hauptgruppe Restaurants und Hotels stieg das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Grund dafür waren höhere Preise für Hotelübernachtungen sowie für Mahlzeiten in Restaurants und Cafés.

Höhere Preise für Haut- und Schönheitspflegemittel, Seifen und Badezusätze sowie höhere Kinderkrippentarife und Spesen für (Senioren-)Bankkontos führten im Bereich Sonstige Waren und Dienstleistungen zu einem leichten Indexanstieg (+0,1 %). Etwas weniger bezahlen musste man hingegen für Körperpflegegeräte wie beispielsweise Rasierapparate.

Die Preisniveaus der Bereiche Gesundheitspflege, Freizeit und Kultur, Nachrichten­übermittlung sowie Alkoholische Getränke und Tabak blieben gegenüber dem Vormonat praktisch stabil. Das heisst, es gab in diesen vier Ausgabenbereichen in Folge gegen­läufiger Preisbewegungen insgesamt keine Teuerung.

In der Hauptgruppe Erziehung und Unterricht wurden in diesem Berichtsmonat keine Preise erhoben.

Entwicklung der Inland- und Importgüter

Das Preisniveau der Inlandgüter sank im Mai 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, jenes der Importgüter um 0,2 Prozent.

Während die Preise innert Jahresfrist für einheimische Güter um durchschnittlich 0,2 Prozent stiegen, sanken jene für Importgüter um 3,8 Prozent. Vor allem bei Kleidern, Autos und Geräten der Unterhaltungselektronik hatte der starke Franken im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich tiefere Preise zur Folge.

Grafiken siehe Medienmitteilung als PDF unten.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich