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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

22. Juni 2012

Baupreise steigen in Zürich um 0,7 Prozent

Zürcher Index der Wohnbaupreise im April 2012

Der von Statistik Stadt Zürich berechnete Zürcher Index der Wohnbaupreise ist zwischen April 2011 und April 2012 um 0,7 Prozent gestiegen und hat den Stand von 102,4 Punkten erreicht (Basis April 2010 = 100). Die Teuerung im Wohnungsbau war damit tiefer als im Jahr zuvor. Damals hatte sie 1,7 Prozent betragen.

In der Hauptgruppe Vorbereitungsarbeiten stieg das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent. Beim Bereich Gebäude zogen die Preise um durchschnittlich 0,8 Prozent an. Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Preise bei den Baumeisterarbeiten (+0,9 %), bei den Sanitäranlagen (+1,1 %) und bei den Honoraren für den Architekten und die Fachingenieure (+1,7 %). Weniger bezahlen hingegen musste man unter anderem für Fenster aus Holz/Metall (–3,4 %), Wandbeläge (–2,9 %) und Liftanlagen (–1,1 %). Die Hauptgruppe Gebäude ist mit einem Gewichtsanteil von gut 86 Prozent die wichtigste Teilgruppe des Zürcher Index der Wohnbaupreise. In der Hauptgruppe Umgebung stieg das Preisniveau um 0,8 Prozent. In der Hauptgruppe Baunebenkosten und Übergangskonten hingegen sank der Index um 2,3 Prozent. Grund dafür waren die günstigeren Finanzierungs­kosten (–2,7 %) infolge tieferer Baukreditzinsen.

Baukonjunktur nach wie vor gut

Als Gründe für die gestiegenen Preise nannten die Baufirmen vor allem höhere Lohn- sowie Material- und Deponiekosten. Begünstigt wurde der Anstieg des Zürcher Index der Wohnbaupreise nicht zuletzt auch durch die nach wie vor gute Baukonjunktur in der Stadt Zürich: Am Stichtag der Preiserhebung (1. April 2012) standen gut 4400 Wohnungen im Bau.

Der Gebäudekubikmeterpreis gemäss der Norm 416 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) lag im April 2012 bei 738 Franken, der Gebäudequadratmeterpreis bei 2176 Franken. Der Quadratmeterpreis für die bearbeitete Umgebungsfläche betrug – ebenfalls gemäss erwähnter Norm – 252 Franken. Die Mehrwertsteuer ist in diesen Beträgen inbegriffen.

Indexhaus in Zürich Schwamendingen

Statistik Stadt Zürich lässt sich jedes Jahr von rund 250 Bauunternehmen aus dem Raum Zürich und Umgebung den Bau eines bereits bestehenden Mehrfamilienhauses – des sogenannten Indexhauses – offerieren und berechnet anschliessend aus fast 400 Offerten mit über 30 000 Einzelpreisen den Zürcher Index der Wohnbaupreise.

Das aktuelle Indexhaus ist eine dreiteilige Liegenschaft mit 23 Wohnungen und 47 Tief­garagenparkplätzen im Hohmoosquartier in Zürich Schwamendingen (Hohmoos 2, 2a und 2b). Der Baubeschrieb für das seit 2003 bestehende Wohngebäude wurde den 2010 gültigen Baunormen und -vorschriften angepasst. Die Liegenschaft erfüllt damit theoretisch die Minergie-Anforderungen (Norm SIA 380/1:2009) und die aktuellen Vorgaben an die Erdbebensicherheit.

Preise werden online erhoben

Statistik Stadt Zürich führt die jährliche Erhebung für den Zürcher Index der Wohnbaupreise in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung (CRB) durch. Über neunzig Prozent der teilnehmenden Firmen benutzen die angebotene Internet­plattform für die Offerteingabe.

Die Reihe des Zürcher Index der Wohnbaupreise geht bis ins Jahr 1914 zurück – seither ist Bauen in Zürich um rund 1400 Prozent teurer geworden.

Grafiken siehe Medienmitteilung als PDF unten.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich