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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

8. Oktober 2012

Preisniveau steigt um 0,3 Prozent

Zürcher Index der Konsumentenpreise im September 2012

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im September 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen und hat den Stand von 99,2 Punkten erreicht (Basis Dezember 2010 = 100). Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Preise für Kleider, Treibstoffe und Heizöl. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung minus 0,2 Prozent.

In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe stieg das Preisniveau nach Ende des Sommerausverkaufs gegenüber dem Vormonat um 6,9 Prozent. Die Preise für Kleider zogen stärker an als jene für Schuhe. Trotz des Preisanstiegs im September musste man für Kleider und Schuhe immer noch durchschnittlich 5,8 Prozent weniger bezahlen als vor Jahresfrist.

Höhere Gebühren bei privaten und öffentlichen Bildungsinstitutionen auf Anfang des neuen Schuljahres sowie teurere Weiterbildungskurse führten im Bereich Erziehung und Unterricht zu einem Indexanstieg gegenüber dem Vormonat von 1,2 Prozent.

Das Preisniveau der Hauptgruppe Verkehr stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent. Verantwortlich dafür waren höhere Preise für Benzin und Diesel (+2,2 % bzw. +1,8 %; Stichtage: 3. und 14. September). Mehr bezahlen musste man auch für Linienflüge. Occasionsautos wurden hingegen günstiger.

Im Bereich Alkoholische Getränke und Tabak stieg der Index gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Teurer wurden inländischer Weisswein, Bier und Zigaretten. Spirituosen wurden indes etwas günstiger.

In der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung stieg das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Grund dafür waren höhere Preise für Wohnzimmermöbel und Einrichtungszubehör wie Lampen sowie für kleine elektrische Haushaltsgeräte wie Nähmaschinen. Günstiger hingegen wurden Wasch- und Reinigungsmittel, Bettzeug und Haushaltswäsche sowie Schlafzimmermöbel.

Infolge höherer Heizölpreise (+1,9 %; Stichtage: 3. und 14. September) stieg der Index des Bereichs Wohnen und Energie im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent. Etwas mehr bezahlen musste man auch für Holzpellets.

In der Hauptgruppe Freizeit und Kultur stiegen die Preise gegenüber dem Vormonat ebenfalls um durchschnittlich 0,1 Prozent. Teurer wurden Hobby-Kurse, Pauschalreisen sowie Bücher und Broschüren, insbesondere Taschenbücher. Günstiger hingegen wurden PC-Hardware und Topfpflanzen.

Tiefere Gebühren bei der Mobilnetz-Kommunikation hatten im Bereich Nachrichtenübermittlung einen Rückgang des Preisniveaus gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent zur Folge.

In der Hauptgruppe Restaurants und Hotels sanken die Preise im Vergleich zum Vormonat um durchschnittlich 0,5 Prozent. Günstiger wurden Mahlzeiten zum Mitnehmen und alkoholfreie Getränke wie Kaffee und Tee. Ebenfalls weniger bezahlen musste man für Hotelübernachtungen.

Der Index des Bereichs Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sank gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Günstiger wurden Mineralwasser in 1,5-Liter-Flaschen, Brot, Wurstwaren wie Wienerli und Geflügel. Teurer wurden unter anderem Fruchtgemüse wie Peperoni, Auberginen oder Tomaten sowie Rindfleisch. Teils waren diese Preisänderungen saisonal bedingt, teils kamen sie aufgrund von Aktionen zustande.

Das Preisniveau der Hauptgruppe Sonstige Waren und Dienstleistungen sank gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent. Grund dafür waren günstigere Preise für Toilettenartikel wie beispielsweise Haarlack oder Papierwindeln.

Im Bereich Gesundheitspflege blieb das Preisniveau im Vergleich zum Vormonat insgesamt stabil. Lediglich Sanitätsmaterial wurde nach Aktionen im Vormonat wieder etwas teurer.

Entwicklung der Inland- und Importgüter

Das Preisniveau der Inlandgüter sank im September 2012 gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent, jenes der Importgüter hingegen stieg um 1,3 Prozent – insbesondere der teureren Kleider und Erdölprodukte wegen.

Innert Jahresfrist stiegen die Preise für einheimische Güter um durchschnittlich 0,2 Prozent. Für Importgüter sanken indes die Preise im gleichen Zeitraum um 1,3 Prozent. Vor allem bei Kleidern, Autos und Geräten der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik lagen die Preise deutlich unter jenen des Vorjahresmonats.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich