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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

11. Januar 2013

Mittlere Jahresteuerung 2012 bei minus 0,5 Prozent

Zürcher Index der Konsumentenpreise im Dezember 2012

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Dezember 2012 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken und hat den Stand von 98,7 Punkten erreicht (Basis Dezember 2010 = 100). Zwischen Dezember 2011 und Dezember 2012 sanken die Preise um durchschnittlich 0,4 Prozent. Die mittlere Jahresteuerung betrug im Jahr 2012 minus 0,5 Prozent.

Verantwortlich für den Rückgang des Zürcher Index der Konsumentenpreise im Dezember gegenüber dem Vormonat waren vor allem tiefere Preise für Kleider und Schuhe, Medi­kamente, Erdölprodukte, Pauschalreisen und Autos.

In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe hatte der früh einsetzende Ausverkauf einen Rückgang des Preisniveaus gegenüber dem Vormonat um 2,3 Prozent zur Folge. Sowohl bei den Kleidern wie auch bei den Schuhen gaben die Preise im Damensortiment am stärksten nach.

Die üblichen Aktionen vor Festtagen für Schaumweine führten im Bereich Alkoholische Getränke und Tabak im Vergleich zum Vormonat zu einem durchschnittlichen Preis­rückgang von 1,0 Prozent. Günstiger wurden auch in- und ausländischer Weisswein, inländischer Rotwein sowie Bier. Für Zigaretten hingegen musste man mehr bezahlen.

In der Hauptgruppe Hausrat und sonstige Haushaltsführung sank der Index gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Grund dafür waren tiefere (Ausverkaufs-)Preise für Schlaf- und Wohnzimmermöbel, für elektrische Haushaltsgeräte wie Heizapparate oder Luftbefeuchter sowie für motorbetriebene Haus- und Gartenwerkzeuge wie Sägen und Bohrmaschinen.

Im Bereich Freizeit und Kultur hatten günstigere Angebote für Pauschalreisen, insbeson­dere für Bade- und Cityreisen, eine im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent tiefere Indexziffer zur Folge. Weniger bezahlen musste man auch für Computer und Drucker. Die Preise für Fernsehgeräte zogen indes etwas an.

Im Bereich Gesundheitspflege waren günstigere Medikamente für einen Rückgang des Preisniveaus gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent verantwortlich.

Der Index der Hauptgruppe Wohnen und Energie sank im Vergleich zum Vormonat um
0,1 Prozent. Günstiger wurde Heizöl (–1,9 %; Stichtage: 3. und 14. Dezember); teurer hingegen Materialien für den Wohnungsunterhalt wie beispielsweise Bodenbeläge und Sanitärartikel. Die Preise für (Holz-)Pellets zogen ebenfalls etwas an.

Über dem Stand der Vormonats lag das Preisniveau des Bereichs Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,3 %). Teurer wurden Frucht- und Salatgemüse, Teigwaren, Trockensuppen, Gewürze und Saucen, Wurstwaren, Mineralwasser in 1,5-Liter-Flaschen sowie Halbhart- und Hartkäse wie zum Beispiel Raclettekäse oder Tilsiter. Günstiger wurden Kaffee, Zitrusfrüchte, Frucht- und Gemüsesäfte, Kohlgemüse wie Blumenkohl oder Broccoli. Teils waren diese Preisänderungen saisonal bedingt, teils kamen sie aufgrund von Aktionen zustande.

In der Hauptgruppe Restaurants und Hotels stieg der Index gegenüber dem Vormonat um durchschnittlich 0,3 Prozent. Grund dafür waren höhere Preise für alkoholische und alkohol­freie Getränke in Restaurants und Cafés sowie höhere Tarife für Hotelübernachtungen.

Trotz der günstigeren Preise für Autos und Treibstoffe (Benzin: –1,2 %, Diesel: –1,8 %; Stichtage: 3. und 14. Dezember) stieg der Index des Bereichs Verkehr gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Verantwortlich dafür waren Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr auf den Fahrplanwechsel vom 9. Dezember: Die Billette der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) schlugen um durchschnittlich 6,0 Prozent auf, diejenigen des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) um 2,6 Prozent.

In den Hauptgruppen Nachrichtenübermittlung sowie Erziehung und Unterricht zogen die Preise für Festnetzgeräte und für Sprachkurse etwas an. Die Preisniveaus dieser beiden Ausgabenbereiche blieben aber gleichwohl gegenüber dem Vormonat insgesamt stabil.

Infolge gegenläufiger Bewegungen blieb das Preisniveau auch in der Hauptgruppe Sonstige Waren und Dienstleistungen gegenüber dem Vormonat insgesamt unverändert: Haut- und Schönheitspflegemittel wurden teurer, Haarpflegemittel sowie Geräte für die Körperpflege wie beispielsweise Föhne und Rasierapparate günstiger.

Entwicklung der Inland- und Importgüter

Das Preisniveau der Inlandgüter stieg im Dezember 2012 gegenüber dem Vormonat um
0,1 Prozent, jenes der Importgüter sank hingegen um 1,2 Prozent – insbesondere der günstigeren Kleider und Schuhe sowie Erdölprodukte wegen.

Innert Jahresfrist stiegen die Preise für einheimische Güter um 0,1 Prozent, während jene für Importgüter um 1,8 Prozent sanken. Vor allem bei Kleidern, Autos und Möbeln sowie Geräten der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik lagen die Preise deutlich unter jenen des Vorjahresmonats.

Mittlere Jahresteuerung 2012: minus 0,5 Prozent

2012 wies der Zürcher Index der Konsumentenpreise eine mittlere Jahresteuerung von minus 0,5 Prozent aus. Das Preisniveau der Inlandgüter stieg um durchschnittlich 0,2 Prozent, dasjenige der Importgüter hingegen sank um 2,6 Prozent.

2011 hatte die mittlere Jahresteuerung bei null Prozent gelegen, 2010 bei plus 0,6 Prozent, 2009 bei minus 0,5 Prozent und 2008 bei plus 2,5 Prozent.

Die mittlere Jahresteuerung 2012 bezeichnet die Veränderungsrate zwischen dem Index-Jahresmittel 2012 und dem entsprechenden Vorjahreswert. Das Index-Jahresmittel entspricht dem arithmetischen Durchschnittswert aller 12 Monatsindizes.

Grafiken finden Sie in der unten aufgeführten Medienmitteilung.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich