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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

6. Juni 2013

Zürcher Index der Konsumentenpreise im Mai 2013

Leichter Anstieg des Preisniveaus

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Mai 2013 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gestiegen und hat den Stand von 99,4 Punkten erreicht (Basis Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist hingegen, also zwischen Mai 2012 und Mai 2013, sanken die Preise um durchschnittlich 0,2 Prozent.

Der leichte Anstieg des Preisniveaus im Mai ist das Resultat gegensätzlicher Preis-entwicklungen in verschiedenen Ausgabenbereichen: Teurer wurden vor allem die Wohnungsmieten, Lebensmittel, Schuhe und Damenkleider, Pauschalreisen sowie neue Autos. Tiefere Preise für Treibstoffe, Heizöl, Möbel, Haut- und Schönheitspflegemittel sowie für Linienflüge dämpften hingegen den Anstieg der Teuerung.

In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe stieg das Preisniveau gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent. Die Preise waren in diesem Ausgabenbereich bereits in den Monaten zuvor deutlich gestiegen. Verantwortlich für den erneuten Anstieg waren höhere Preise für Schuhe und Damenkleider. Trotz des Anstiegs im Mai lagen die Preise in dieser Hauptgruppe aber immer noch um 4,5 Prozent unter dem Stand des Vorjahres.

Der Index des Bereichs Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stieg innert Monatsfrist um 0,8 Prozent. Ursache dafür waren höhere Preise für Steinobst, Feingebäck und Konditoreiwaren, Wurzelgemüse wie Kohlrabi und Fenchel, Melonen, Erdbeeren und Bananen, Wurstwaren wie Cervelats oder Landjäger sowie für Rind- und Schweinefleisch. Günstiger hingegen wurden Salatsaucen und Ketchup sowie löslicher Kaffee.

Höhere Preise für Pauschalreisen, insbesondere für Bade- und Überseereisen, hatten in der Hauptgruppe Freizeit und Kultur einen Indexanstieg gegenüber dem Vormonat um
0,2 Prozent zur Folge. Für PC-Hardware sowie für Spiel- und Hobbywaren musste man hingegen weniger bezahlen.

Der Index des Bereichs Wohnen und Energie stieg im Vergleich zum Vormonat um
0,1 Prozent. Grund dafür war der Anstieg der vierteljährlich erhobenen Wohnungsmieten
um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Mietzinse für 1- bis 6-Zimmer-Wohnungen in der Stadt Zürich allerdings um 0,1 Prozent. In diesem Zeitraum ist der Referenzzinssatz für Hypotheken um ein Viertelprozent auf 2,25 Prozent gesenkt worden. Teurer wurden auch Dienstleistungen für den Wohnungsunterhalt, das heisst, die Sanitärinstallateure, Maler und Gipser hoben ihre Stundenansätze an. Erneut günstiger wurde hingegen Heizöl (-3,1 %; Stichtage: 2. und 15. Mai).

Das Preisniveau der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung sank innert Monatsfrist um 0,6 Prozent. Günstiger wurden insbesondere Möbel für den Küchen-,
Garten-, Wohn- und Schlafbereich. Teurer wurden indes grosse Haushaltsgeräte wie Elektroherde, Gefriergeräte und Wäschetrockner sowie Wasch- und Reinigungsmittel.

Im Bereich Alkoholische Getränke und Tabak sank der Index gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Verantwortlich dafür waren tiefere Preise für Rot- und Weisswein, Schaumwein und für Bier. Die Preise für Tabakwaren wurden im Berichtsmonat nicht erhoben.

Tiefere Preise für Benzin und Diesel (je minus 1,8 %; Stichtage: 2. und 15. Mai) sowie günstigere Tarife für Linienflüge hatten im Bereich Verkehr einen Indexrückgang innert Monatsfrist um 0,4 Prozent zur Folge. Die Preise für Occasionsautos sanken ebenfalls. Neue Autos hingegen wurden teurer.

Der Index der Hauptgruppe Restaurants und Hotels sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Weniger bezahlen musste man in Restaurants und Cafés für Mahlzeiten sowie für alkoholfreie Warm- und Kaltgetränke.

Günstigere Preise für Telekomgeräte führten im Bereich Nachrichtenübermittlung zu einem Rückgang des Preisniveaus gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent.

Die Preisniveaus der Hauptgruppen Sonstige Waren und Dienstleistungen sowie Gesundheitspflege blieben infolge gegenläufiger Preisentwicklungen im Vergleich zum Vormonat insgesamt stabil; das heisst, es gab in diesen beiden Ausgabenbereichen keine Teuerung.

In der Hauptgruppe Erziehung und Unterricht wurden im Berichtsmonat keine Preise erhoben.

Entwicklung der Inland- und Importgüter

Das Preisniveau der Inlandgüter stieg im Mai 2013 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, jenes der Importgüter hingegen sank um 0,1 Prozent. Innert Jahresfrist, also zwischen Mai 2012 und Mai 2013, stiegen die Preise für Inlandgüter um durchschnittlich 0,5 Prozent. Importgüter wurden dagegen im gleichen Zeitraum um 2,5 Prozent günstiger.

Zürcher Index der Konsumentenpreise – Jahresbericht 2012

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist 2012 gegenüber dem Vorjahr im Jahresmittel um 0,5 Prozent gesunken (Vorjahr: 0,0 %). Der Mietpreisindex hingegen – er ist der wichtigste Teilindex des Zürcher Index der Konsumentenpreise – stieg 2012 gegenüber dem Vorjahr leicht um durchschnittlich 0,1 Prozent (Vorjahr: +0,4 %). Zum Thema «Zürcher Konsumentenpreise» ist dieser Tage der Jahresbericht 2012 erschienen.

Die dazugehörigen Grafiken finden Sie in der unten angehängten Medienmitteilung.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich