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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

21. Juni 2013

Baupreise sinken in Zürich um 0,6 Prozent

Zürcher Index der Wohnbaupreise im April 2013

Der von Statistik Stadt Zürich berechnete Zürcher Index der Wohnbaupreise ist zwischen April 2012 und April 2013 um 0,6 Prozent gesunken und hat den Stand von 101,8 Punkten erreicht (Basis April 2010 = 100). Die Teuerung im Wohnungsbau liegt damit erstmals seit 2002 wieder im negativen Bereich.

In der Hauptgruppe Gebäude sank das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent (Vorjahr +0,7 %). Verantwortlich dafür waren tiefere Honorare für Architekten und Fach-ingenieure sowie günstigere Preise für Sanitäranlagen und für Beton- und Stahlbeton¬arbeiten. Unter dem Stand des Vorjahres lagen auch die Indizes der Heizungs- und Lüftungsanlagen, Gipserarbeiten und Liftanlagen. Gedämpft wurde der Rückgang hingegen durch höhere Preise in den Bereichen Allgemeine Metallbauarbeiten, Elektroanlagen sowie für Boden- und Wandbeläge.

Der Index der Hauptgruppe Baunebenkosten und Übergangskonten sank innert Jahresfrist um 3,0 Prozent (Vorjahr: –2,3 %). Grund dafür waren die infolge tieferer Baukreditzinsen günstigeren Finanzierungskosten.

Bei der Hauptgruppe Umgebung hingegen stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 1,6 Prozent (Vorjahr: +0,8 %). Mehr bezahlen musste man in diesem Bereich insbesondere für Gärtnerarbeiten.

In der Hauptgruppe Vorbereitungsarbeiten stieg der Index innert Jahresfrist um 1,3 Prozent (Vorjahr: +1,2 %). Teurer wurde vor allem der Bereich Spezielle Fundationen, Baugrubensicherung, Grundwasserabdichtung.

Baukonjunktur nach wie vor gut

Der Gebäudekubikmeterpreis gemäss der Norm 416 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) lag im April 2013 bei 732 Franken, der Gebäudequadratmeterpreis bei 2158 Franken. Der Quadratmeterpreis für die bearbeitete Umgebungsfläche betrug – ebenfalls gemäss erwähnter Norm – 256 Franken. Die Mehrwertsteuer ist in diesen Beträgen inbegriffen. Die Baukonjunktur ist in der Stadt Zürich nach wie vor gut: Am Stichtag der Preiserhebung (1. April 2013) standen in der Stadt Zürich über 4500 Wohnungen im Bau.

Indexhaus in Zürich Schwamendingen

Statistik Stadt Zürich lässt sich jedes Jahr von rund 250 Bauunternehmen aus dem Raum Zürich und Umgebung den Bau eines bereits bestehenden Mehrfamilienhauses – des sogenannten Indexhauses – offerieren und berechnet anschliessend aus über 400 Offerten mit gut 30 000 Einzelpreisen den Zürcher Index der Wohnbaupreise.

Das aktuelle Indexhaus ist eine dreiteilige Liegenschaft mit 23 Wohnungen und 47 Tief-garagenparkplätzen im Hohmoosquartier in Zürich Schwamendingen (Hohmoos 2, 2a und 2b). Der Baubeschrieb für das seit 2003 bestehende Wohngebäude wurde den 2010 gültigen Baunormen und -vorschriften angepasst. Die Liegenschaft erfüllt damit theoretisch die Minergie-Anforderungen (Norm SIA 380/1:2009) und die aktuellen Vorgaben an die Erdbebensicherheit. Die Reihe des Zürcher Index der Wohnbaupreise geht bis ins Jahr 1914 zurück.

Die dazugehörige Grafik finden Sie in der unten angehängten Medienmitteilung.

Thema: Wirtschaft, Wohnen

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich