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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

24. Juni 2014

Baupreise steigen in Zürich um 0,5 Prozent

Zürcher Index der Wohnbaupreise im April 2014

Der von Statistik Stadt Zürich berechnete Zürcher Index der Wohnbaupreise ist zwi-schen April 2013 und April 2014 um 0,5 Prozent gestiegen und hat den Stand von 102,3 Punkten erreicht (Basis April 2010 = 100). Im Jahr zuvor war der Index um 0,6 Prozent gesunken.

In der Hauptgruppe Gebäude stieg das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent (Vorjahr: -0,8 %). Verantwortlich dafür waren vor allem die höheren Honorare der Architektinnen und Fachingenieure. Teurer wurden zudem die Lüftungs- und Elektroanlagen. Unter dem Stand des Vorjahres hingegen lagen die Indizes des Rohbaus 1 (u. a. Baumeisterarbeiten) sowie der Lift- und Sanitäranlagen.

Der Index der Hauptgruppe Vorbereitungsarbeiten stieg innert Jahresfrist um 0,4 Prozent (Vorjahr: +1,3 %). Auch in diesem Bereich waren vor allem die Honorare der Architekten und Fachingenieurinnen für den Anstieg verantwortlich.

In der Hauptgruppe Baunebenkosten und Übergangskonten stieg der Index gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 0,4 Prozent (Vorjahr: -3,0 %). Hauptgrund dafür waren die infolge der höheren Bausumme gestiegenen Finanzierungskosten.

Das Preisniveau der Hauptgruppe Umgebung hingegen sank innert Jahresfrist um 0,3 Prozent (Vorjahr: +1,6 %). Weniger bezahlen musste man in diesem Bereich insbesondere für Gärtnerarbeiten.

Baukonjunktur nach wie vor gut

Der Gebäudekubikmeterpreis gemäss der Norm 416 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) lag im April 2014 inklusive Mehrwertsteuer bei 736 Franken (Vorjahr: Fr. 732.–). Als Gründe für den Anstieg der Baupreise nannten die Firmen vor allem höhere Löhne und Materialpreise. Begünstigt wurde der Anstieg nicht zuletzt auch durch die nach wie vor gute Baukonjunktur in der Stadt Zürich: Am Stichtag der Preiserhebung, am 1. April 2014, standen in der Stadt Zürich über 5000 Wohnungen im Bau.

Indexhaus in Zürich Schwamendingen

Statistik Stadt Zürich lässt sich jedes Jahr von rund 250 Bauunternehmen aus dem Raum Zürich und Umgebung den Bau eines bereits bestehenden Mehrfamilienhauses – des sogenannten Indexhauses – offerieren und berechnet anschliessend aus gegen 400 Offerten mit gut 30 000 Einzelpreisen den Zürcher Index der Wohnbaupreise.

Das aktuelle Indexhaus – eine dreiteilige Liegenschaft mit 23 Wohnungen und einer Tiefgarage mit 47 Parkplätzen – steht im Hohmoosquartier in Zürich Schwamendingen (Hohmoos 2, 2a und 2b). Der Baubeschrieb für das seit 2003 bestehende Wohngebäude wurde 2010 bei der letzten Indexrevision den damals gültigen Baunormen und -vorschriften angepasst. Die Liegenschaft erfüllt theoretisch die Minergie-Anforderungen (Norm SIA 380/1:2009) und die aktuellen Vorgaben an die Erdbebensicherheit.

Die Reihe des Zürcher Index der Wohnbaupreise geht bis ins Jahr 1914 zurück – seither ist Bauen um rund 1400 Prozent teurer geworden.

Thema: Bauen

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich