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Centre Le Corbusier – Museum Heidi Weber geht in die Verantwortung der Stadt Zürich über

Medienmitteilung

Der Baurechtsvertrag für das Centre Le Corbusier an der Höschgasse im Zürcher Seefeld läuft heute nach fünfzig Jahren ab. Die Stadt Zürich übernimmt die Verantwortung für dieses weltweit bedeutende Architekturdenkmal. Sie will das Gebäude im Rahmen einer Zwischennutzung bis 2016 der Öffentlichkeit jeweils während der Sommermonate zugänglich machen. Danach soll eine öffentlich-rechtliche Stiftung das Museum betreiben.

13. Mai 2014

Der am 6. Oktober 1887 in La Chaux-de-Fonds geborene Architekt, Stadtplaner, Maler, Zeichner, Bildhauer und Möbeldesigner Le Corbusier ist einer der bedeutendsten Schweizer Kulturschaffenden des 20. Jahrhunderts. Das 1967 eröffnete Centre Le Corbusier im Zürcher Seefeld ist der letzte umgesetzte Entwurf von Le Corbusier und sein einziges realisiertes Gebäude in der deutschsprachigen Schweiz. Das farbenfrohe, filigran wirkende Haus gilt in Fachkreisen weltweit als architektonisches Juwel und ist zugleich eine touristische Attraktion. Der Bau wurde von der Kunstmäzenin und -vermittlerin Heidi Weber initiiert und finanziert. Sie betreute das darin beheimatete und nach ihr benannte Museum bis heute.

Heimfall an die Stadt nach Ablauf der Baurechtsdauer

Um Heidi Weber die Erstellung des Gebäudes zu ermöglichen, überliess ihr die Stadt 1964 das Bauland an der Höschgasse für fünfzig Jahre im Baurecht – mit der Auflage, das Haus als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Am heutigen 13. Mai 2014 läuft der Baurechtsvertrag aus. Das Gebäude geht damit ins Eigentum der Stadt über. Als Entschädigung zahlt die Stadt Heidi Weber die mit Gemeinderatsbeschluss vom Juni 1963 vertraglich vereinbarten siebzig Prozent der Anlagekosten, rund eine Million Franken.
Die Stadtpräsidentin von Zürich, Corine Mauch, dankte an der Medienkonferenz Heidi Weber: «Die Stadt Zürich erhält mit dem Haus ein kulturelles Juwel. Heidi Webers Pioniergeist ist beeindruckend, und ihr jahrelanges kulturelles Engagement stellt eine aussergewöhnliche Leistung dar.»

Zukunft des Hauses als Museum

Die Stadt plant, das unter Denkmalschutz stehende Centre Le Corbusier – auch im Sinne von Heidi Weber – nachhaltig als öffentliches Museum zu sichern. Für dessen Betrieb beabsichtigt sie, bis 2016 eine öffentlich-rechtliche Stiftung zu gründen und dieser das Museum zu widmen. Der Gemeinderat von Zürich wird darüber zu befinden haben.

Übergangsbetrieb 2014 bis 2016

Die Stadt will das Centre Le Corbusier – Museum Heidi Weber der Bevölkerung sowie Touristinnen und Touristen jedoch auch in den Übergangsjahren bis 2016 zugänglich machen. Dafür soll das Gebäude jeweils während der Sommermonate geöffnet sein, in diesem Jahr jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Heidi Weber stellt der Stadt Zürich verschiedene Exponate von Le Corbusier für die Dauer dieses Übergangsbetriebs per Leihvertrag zur Verfügung. Somit bleibt der spezielle Charakter des Hauses – nämlich die Darstellung eines Gesamtkunstwerks – erhalten. Geführt wird der Museumsbetrieb im Mandatsverhältnis von Eva Wagner, einer langjährigen Mitarbeiterin der städtischen Kulturförderung im Bereich der bildenden Kunst. Der Stadtrat bewilligte für diesen Übergangsbetrieb einmalige Ausgaben von rund einer Million Franken.

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