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Präsidialdepartement

27. April 2016

Zürich feiert den «International Family Equality Day»

Jeweils am ersten Wochenende im Mai wird weltweit der «International Family Equality Day» (IFED) gefeiert – am 30. April 2016 auch in der Stadt Zürich. Unter dem Motto «Families without Borders» macht der Tag auch auf die Lücke bei der rechtlichen Anerkennung von Kindern aus Regenbogenfamilien aufmerksam.

Regenbogenfamilien sind Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bi, trans* oder queer (LGBTQ) versteht. In der Schweiz wachsen rund 30 000 Kinder in Regenbogenfamilien auf.

Sichtbarkeit erhöhen und Solidarität zeigen

Der Europarat anerkennt den IFED als wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Homo- und Transphobie. Stadtpräsidentin Corine Mauch stellt fest: «Der IFED macht die Vielfalt der Familienformen in unserer Stadt sichtbar. Das ist ein wichtiger Beitrag im Prozess hin zur vollständigen rechtlichen und tatsächlichen Gleichstellung von Regenbogenfamilien». Die öffentliche Feier zum IFED in der Stadt Zürich wird vom Dachverband Regenbogenfamilien in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich organisiert. Sie findet am Samstag, 30. April 2016, im Kulturmarkt in Zürich-Wiedikon statt.

Reichhaltiges Programm

Der Tag bietet ein reichhaltiges Programm mit Unterhaltung und Diskussionen – für Kinder und Erwachsene. Gemeinderatspräsident Matthias Wiesmann eröffnet den Anlass. Der Nachmittag startet mit einem «Skypemeeting» mit St. Petersburg und Moskau, wo der IFED zeitgleich gefeiert wird. Danach diskutieren Agnes Berther (Pro Juventute), Philippe Gnaegi (Pro Familie), Thomas Geiser (KOKES), Margret Kiener Nellen (Nationalrätin), Maria von Känel (Dachverband Regenbogenfamilien) und Christof Schneider (YFU internationaler Jugendaustausch) zur rechtlichen, gesellschaftlichen und politischen Situation von Regenbogenfamilien in der Schweiz. Moderiert wird die Diskussion von Dr. Annelis Kaiser.

Familienbanden stärken

Der IFED rückt die sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität innerhalb der Familie ins öffentliche Bewusstsein. Er gibt Regenbogenfamilien und deren Kindern die Möglichkeit, ihre Familien und ihre Gemeinschaft zu feiern. Der IFED setzt damit ein Zeichen der Solidarität unter den Familien. «Unsere Familien sind Teil der Gesellschaft und bedürfen derselben Anerkennung und Absicherung wie alle anderen Familien. Letztendlich wird unsere Gesellschaft dank der Familienvielfalt bereichert und gestärkt», sagt Maria von Känel.




Thema: Bevölkerung

Organisationseinheit: Fachstelle für Gleichstellung