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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

22. Juni 2017

Zürcher Baupreise bleiben stabil

Zürcher Index der Wohnbaupreise im April 2017

Der von Statistik Stadt Zürich berechnete Zürcher Index der Wohnbaupreise ist zwischen April 2016 und April 2017 bei einem Stand von 99,2 Punkten stabil geblieben (Basis April 2010 = 100). Das heisst, es gab in diesem Zeitraum keine Bauteuerung. In den beiden Jahren zuvor verzeichnete der Zürcher Baupreisindex hingegen negative Teuerungen – minus 1,8 Prozent im Jahr 2016 und minus 1,2 Prozent im Jahr 2015.

Der Index der Hauptgruppe Vorbereitungsarbeiten stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent (Vorjahr: +2,3 %). Hauptverantwortlich dafür war die Gruppe Anpassungen an bestehende Verkehrsanlagen (Strassen) mit einem Anstieg von 1,7 Prozent.

In der Hauptgruppe Gebäude blieb das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr stabil (Vorjahr: –2,2 %). Dies ist das Resultat gegenläufiger Preisbewegungen. Sinkende Indizes verzeichneten die Gruppen Elektroanlagen (–4,1 %), Transportanlagen (–5,5 %), Sanitäranlagen
(–0,7 %), Ausbau 2 (–0,2 %) und Baugrube (–0,1 %). Zunahmen hingegen wiesen die folgenden Gruppen aus: Rohbau 1 und Rohbau 2 (+0,4 % bzw. +0,6 %), Heizungs- und Lüftungsanlagen (+1,0 %) sowie Ausbau 1 (+0,7 %). Keine Veränderung gab es bei der Gruppe Honorare.

Stabil blieben auch die Preisniveaus der beiden Hauptgruppen Umgebung sowie Baunebenkosten und Übergangskonten (Vorjahr: +0,1 % bzw. –1,6 %).

Konjunkturaussichten nach wie vor gut

Der Gebäude-Kubikmeterpreis gemäss der Norm 416 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) lag im April 2017 inklusive Mehrwertsteuer wie schon im Vorjahr bei 711 Franken.

Für die Baubranche sind die Konjunkturaussichten nach wie vor gut. Die Firmen in der Stadt Zürich und Umgebung sind gut ausgelastet: Am Stichtag der Preiserhebung, also am 1. April 2017, standen in der Stadt Zürich über 5000 Wohnungen im Bau.

Indexhaus in Zürich Schwamendingen

Statistik Stadt Zürich lässt sich jedes Jahr von rund 200 Bauunternehmen aus dem Raum Zürich und Umgebung den Bau eines bereits bestehenden Mehrfamilienhauses – des sogenannten Indexhauses – offerieren und berechnet anschliessend aus gegen 300 Offerten mit gut 30 000 Einzelpreisen den Zürcher Index der Wohnbaupreise.

Das aktuelle Indexhaus – eine dreiteilige Liegenschaft der Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof mit 23 Wohnungen und einer Tiefgarage mit 47 Parkplätzen – steht in Zürich Schwamendingen (Hohmoos 2, 2a und 2b). Der Baubeschrieb für das seit 2003 bestehende Wohngebäude wurde bei der letzten Indexrevision im Jahr 2010 den damals gültigen Baunormen und -vorschriften angepasst.

Die Reihe des Zürcher Index der Wohnbaupreise geht bis ins Jahr 1914 zurück – seither ist Bauen um rund 1400 Prozent teurer geworden.

 

Thema: Wohnen, Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich