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Medienmitteilungen

Der Stadtrat von Zürich, Präsidialdepartement, Departement der Industriellen Betriebe

15. Mai 2019

Gleichstellungspreis an Dachverband Regenbogenfamilien

Der Stadtrat zeichnet den Dachverband Regenbogenfamilien mit dem Gleichstellungspreis 2019 aus. Er würdigt damit dessen Engagement für die Sichtbarkeit und die Anerkennung von Regenbogenfamilien. Das sind Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell, trans oder queer versteht. Der Gleichstellungspreis ist mit 20 000 Franken dotiert. Er wird alle zwei Jahre vergeben.

Gleichgeschlechtlich liebende Menschen haben in der Schweiz bei der Anerkennung ihrer Partnerschaft und ihrer Familie sowie bei der Familiengründung nicht die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie heterosexuelle Menschen. Der Dachverband Regenbogenfamilien verfolgt das Ziel der sozialen und rechtlichen Gleichstellung von Regenbogenfamilien und LGBTIQ-Menschen mit Kinderwunsch in der Schweiz.

Die Non-Profit-Organisation mit Sitz in Zürich setzt dabei auf Beratung, Begleitung, Information und Öffentlichkeitsarbeit. Damit fördert der Dachverband Regenbogenfamilien eine inklusive Haltung in der Gesellschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung in der Stadt Zürich – und darüber hinaus. Der Stadtrat würdigt dieses Engagement. Er verleiht dem Verband den mit 20 000 Franken dotierten und alle zwei Jahre vergebenen Gleichstellungspreis der Stadt Zürich.

Vielfältige Tätigkeiten zur Stärkung von Regenbogenfamilien

Der Dachverband Regenbogenfamilien berät und begleitet Regenbogenfamilien und LGBTIQ-Menschen mit Kinderwunsch bei der Familienplanung, bei der Stiefkindadoption sowie bei weiteren rechtlichen und sozialen Herausforderungen. An regelmässig stattfindenden Treffen und thematischen Workshops können sich Regenbogenfamilien vernetzen und austauschen. Mit seinem Weiterbildungsangebot sensibilisiert der Verband Fachpersonen und Behörden zum Thema. Er fördert zudem mit seiner Medienpräsenz und mit öffentlichen Veranstaltungen das Bewusstsein für Regenbogenfamilien und leistet damit einen Beitrag zur Anerkennung und Sichtbarkeit von verschiedenen Familien- und Lebensformen. Der Verband mit rund 350 Mitgliedern wird mehrheitlich durch Mitgliederbeiträge und ein grosses ehrenamtliches Engagement getragen. 

Engagement mit grosser Ausstrahlung

Seit seiner Gründung 2010 hat der Verband ein grosses Netzwerk aufgebaut und eine breite Ausstrahlungskraft entwickelt. Aktivitäten, Vernetzungen und Zusammenarbeiten finden inzwischen nicht nur schweizweit statt, sondern gehen über die Landesgrenzen hinaus. Am Gründungsort und Organisationssitz Zürich, wo verhältnismässig viele Familien leben, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell, trans oder queer versteht, zeigt der Verband grosse Präsenz. Indem er Regenbogenfamilien als Normalität sichtbar macht, schafft der Dachverband gerade auch für die junge Generation neue Perspektiven. Während bis vor einigen Jahren gleichgeschlechtlich liebende Menschen meist kinderlos blieben, hat sich das in den letzten Jahren stark geändert. Der Verband bricht somit mit überholten Klischees, wonach lesbische Frauen keine Kinder haben und schwule Männer keine Verantwortung übernehmen wollen. Und er antwortet auf Ängste und Vorurteile und trägt zu mehr Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Familien in der Gesellschaft bei.

Der Gleichstellungspreis wird dem Dachverband Regenbogenfamilien vom Juryvorsitzenden, Stadtrat Michael Baumer, an einer öffentlichen Feier am Montag, 24. Juni 2019, um 19 Uhr im Stadthaus überreicht.

Thema: Soziales

Organisationseinheit: Stadtrat, Präsidialdepartement, Departement der Industriellen Betriebe, Fachstelle für Gleichstellung