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Neue Zahlen zu Zweitwohnungen und Apartments

Medienmitteilung

Ende September 2019 gab es in der Stadt Zürich rund 7450 Zweitwohnungen, was einem Anteil von 3,3 Prozent an allen Wohnungen entspricht. Die Zahl der Apartmentwohnungen stieg auf 3270 respektive 1,4 Prozent. Diese Schätzwerte berechnet Statistik Stadt Zürich basierend auf den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Zweitwohnungen.

12. November 2019

Die aktuell ausgewiesene Schätzung zur Zahl der Zweitwohnungen fällt etwas tiefer aus als in den Vorjahren. Der Rückgang um 550 Einheiten gegenüber 2018 ist darauf zurückzuführen, dass sich die Personen in den Registern immer zuverlässiger den Wohnungen zuordnen lassen. Er darf deshalb nicht inhaltlich interpretiert werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zweitwohnungszahl mittelfristig bei etwa 7000 stabilisiert.

Wachsende Zahl von Apartmentwohnungen

Als weitere Grösse wird in der Erhebung die Zahl der Apartmentwohnungen ermittelt. Als Apartments gelten möblierte Wohnungen, die professionell bewirtschaftet und auch nur für kurze Zeit vermietet werden, sei es für touristische oder geschäftliche Zwecke. Die Zahl der Apartmentwohnungen betrug 2019 3270 gegenüber 2760 im Jahr 2017. Innerhalb von zwei Jahren ist somit eine Zunahme um rund 500 festzustellen. In rund 1170 Apartmentwohnungen sind Personen angemeldet, weshalb sie als Erstwohnungen gelten. Die übrigen 2100 Apartments gelten als Zweitwohnungen.

Hoher Zweitwohnungsanteil an gut erschlossenen Lagen und am Zürichberg

Der Anteil an Zweitwohnungen liegt im Kreis 1 mit 13,1 Prozent am höchsten, wobei die Quartiere Lindenhof mit 18,8 und Hochschulen mit 17,5 Prozent herausragen. Im Seefeld und in Mühlebach (Kreis 8), an der Langstrasse und im Werdquartier (Kreis 4) sowie in der Enge gibt es rund sechs Prozent, in Fluntern, Hottingen und Hirslanden (Kreis 7), im Quartier Escher Wyss und in Alt-Wiedikon rund fünf Prozent Zweitwohnungen. Weniger als ein Prozent Zweitwohnungen gibt es hingegen in Schwamendingen, unwesentlich mehr im Friesenberg und in Affoltern.

Konzentration von Apartments in der Innenstadt

Die 3270 Apartmentwohnungen sind in der Regel klein und zählen eins bis zwei Zimmer. Sie konzentrieren sich an verkehrstechnisch gut erschlossenen Lagen und weniger in ruhigen Wohnquartieren. Im Hochschulquartier und in der City werden zehn Prozent aller Wohnungen als Apartments vermietet. In weiteren Innenstadtgebieten wie Seefeld und Mühlebach (Kreis 8), Langstrasse, Werd und Hard (Kreis 4) oder Alt-Wiedikon (Kreis 3) umfassen die Apartments drei bis fünf Prozent aller Wohnungen. In Aussenquartieren wie Leimbach, Friesenberg oder Hirzenbach gibt es dagegen kaum Apartmentwohnungen. Die Ausnahme bildet Seebach, was auf die Nähe zum Flughafen und zu den anderen Arbeitsplatzgebieten in Zürich-Nord zurückzuführen sein dürfte.

Mehrheit der Zweitwohnungen privat genutzt

Schätzungsweise 5350 der 7450 Zweitwohnungen werden privat genutzt; beim Rest handelt es sich um Apartmentwohnungen, die primär dem Fremdgebrauch dienen. Die privat genutzten Zweitwohnungen machen 2,4 Prozent aller Wohnungen aus. Etwa ein Drittel davon ist gemietet. Der Rest gehört Privatpersonen; ob diese Wohnungen von der Eigentümerschaft genutzt werden, lässt sich nicht bestimmen. Private Zweitwohnungen konzentrieren sich im Kreis 1, vor allem im Lindenhof-Quartier. Aber auch in Fluntern und Hottingen, in der Enge, in Riesbach und im Escher-Wyss-Quartier werden rund fünf Prozent erreicht.