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Publikationen & Broschüren

Februar 2018

Persönlich-Kolumne: Nein zu «No-Billag»

Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich

Hören Sie zum Kochen am Abend gerne das Regionaljournal im Radio? Gehört die Sendung «Meteo» zu Ihrem Tagesablauf? Oder lassen Sie sich keine Skirennen-Übertragung entgehen? Die «No-Billag»-Initiative gefährdet alle diese Sendungen, die uns informieren und unterhalten. Die Initiative zielt auf den medialen Service Public und auf den Verfassungsgrundsatz, dass Radio und Fernsehen sachgerecht und ausgewogen berichten müssen. Auch wenn mir persönlich nicht immer alles gefällt, was über den Äther kommt, ist für mich klar: Für den Zusammenhalt der Schweiz und für unsere direkte Demokratie ist eine vielfältige Medienlandschaft inklusive Schweizer Radio und Fernsehen und inklusive der vielen Lokalradios und regionalen TV-Sender mit ihren unabhängigen und vor Ort produzierten Informationen unverzichtbar.

Für unsere Stadt hätte ein «Ja» zur «No-Billag»-Initiative starke negative Auswirkungen: 2800 Menschen würden an den Studio-Standorten Leutschenbach und Brunnenhof ihre Arbeitsplätze verlieren. Für unser lokales Gewerbe stehen Aufträge von jährlich rund 100 Millionen Franken auf dem Spiel. Zürich wäre auch als Kultur- und Filmstadt betroffen: Schweizer Radio und Fernsehen berichten über Kulturanlässe und fördern direkt und indirekt Zürcher Kulturschaffende in verschiedensten Sparten. Als Zentrum der Schweizer Filmwirtschaft profitiert die Stadt besonders stark von den jährlich weit über hundert Filmprojekten, welche die SRG unterstützt. Ein Viertel aller Schweizer Filmproduktionen entsteht in Zürich.

Ich stimme deshalb mit Überzeugung Nein zur «No-Billag»-Initiative und für einen vielfältigen und unabhängigen Service Public.

Departement: Präsidialdepartement