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Kommunaler Richtplan

Der kommunale Richtplan Siedlung, Landschaft, öffentliche Bauten und Anlagen setzt dort an, wo die Themen des regionalen Richtplans auf der Gemeindeebene konkretisiert und ergänzt werden sollen. Er zeigt auf, wie die Anforderungen an eine qualitätsvolle räumliche Entwicklung erfüllt werden, die durch das Wachstum im Inneren notwendig werden. Vom 24. September bis am 29. November 2018 liegt das Planungswerkzeug zur öffentlichen Mitwirkung auf.

Anhaltendes Wachstum

Kräne im Abendrot

Zürich wächst. Bis 2040 könnten Szenarien zufolge etwa 520‘000 Personen innerhalb der Stadtgrenzen wohnen, und auch die Zahl der Arbeitsplätze wird entsprechend zunehmen. Die Stadt Zürich versteht dieses Wachstum als Rahmenbedingung und Chance.

Auch wenn mit der gültigen Bau- und Zonenordnung umfangreiche Reserven vorliegen, ist es erforderlich, mit zusätzlichen Massnahmen dem Bevölkerungswachstum Rechnung zu tragen. Die Bauzonen in der Stadt Zürich werden auch in Zukunft nicht erweitert werden. Der Bedarf an Flächen für Wohn- und Arbeitsraum sowie für Nutzungen im öffentlichen Interesse muss also mit einer baulichen Verdichtung nach innen im Bestand stattfinden. Für diesen Prozess braucht es die Koordination und Abwägung vielfältiger Ansprüche an das knappe Gut «Fläche». Der kommunale Richtplan Siedlung, Landschaft, öffentliche Bauten und Anlagen schafft dafür behördenverbindlich die richtigen Bedingungen.

Am 29. Januar 2014 hat der Gemeinderat dem Stadtrat die Motion zum Erlass eines kommunalen Siedlungsrichtplans überwiesen (GR Nr. 2013/183). Mit STRB Nr. 2015/403 vom 7. Mai 2015 wurde vom Stadtrat der entsprechende Auftrag für die Erarbeitung erteilt. Vom 24. September bis am 29. November 2018 liegt das Planungswerkzeug zur öffentlichen Mitwirkung auf.

Handlungsfelder und Strategien

Die Stadt wächst: Mit der erstmaligen Erarbeitung des kommunalen Richtplans Siedlung, Landschaft, öffentliche Bauten und Anlagen konkretisiert die Stadt Zürich, welche Gebiete für die qualitätsvolle bauliche Verdichtung geeignet sind. Zudem werden Flächen bezeichnet für die Versorgung mit öffentlichen Freiräumen sowie für kommunale öffentliche Bauten und Anlagen – etwa für die Volksschule oder für Sportnutzungen.

0:03 Zürich ist attraktiv,
0:05 die Stadt besitzt eine hohe Anziehungskraft.
0:08 Im Jahr 2040
0:10 könnten in der Stadt Zürich
0:12 rund 520 000 Menschen leben
0:14 100 000 mehr als heute.
0:17 Gleichzeitig steigt auch die Anzahl Arbeitsplätze.
0:21 Grosse Flächen,
0:22 die neu überbaut oder umgenutzt werden können,
0:24 gibt es kaum mehr.
0:26 Die grosse Herausforderung besteht deshalb darin,
0:29 das Wachstum innerhalb
0:30 der bestehenden Quartiere zu ermöglichen.
0:34 Diese «Entwicklung nach innen»
0:35 wird auch von Bund und Kanton gefordert.
0:39 Nur wenn wir heute
0:40 die planerischen Weichen richtig stellen,
0:43 können die Handlungsspielräume
0:44 auch genutzt werden.
0:46 So, dass bestehende Qualitäten gesichert werden
0:49 und neue Qualitäten entstehen.
0:52 Möglich ist dies,
0:54 wenn die bauliche Verdichtung
0:55 an den richtigen Orten in der Stadt erfolgt.
0:58 Und gleichzeitig
0:59 die verschiedenen Zentren
1:00 eine Stärkung erfahren.
1:03 Daneben sollen
1:04 neue Freiräume geschaffen
1:05 und bestehende aufgewertet werden
1:07 damit für alle auch in Zukunft
1:09 genügend Grün- und Erholungsflächen vorhanden sind.
1:13 Flächen gilt es auch für die
1:15 zusätzlich benötigten Volksschulanlagen zu sichern.
1:18 Und schliesslich
1:19 muss dem wachsenden Bedarf
1:20 an Sportanlagen Rechnung getragen werden.
1:26 Die städtische Mobilität
1:28 soll sich im engen Zusammenspiel
1:30 mit der baulichen Verdichtung entwickeln.
1:32 Attraktive Strassenräume
1:33 und kurze Wege fördern den Fuss- und Veloverkehr.
1:38 Ebenfalls muss der öffentliche Verkehr
1:40 effizient und gut ausgebaut sein.
1:43 Dies ist ein wichtiger Beitrag
1:45 zu einer umweltverträglichen Entwicklung.
1:47 Denn Lärm- und Luftbelastungen
1:49 sollen reduziert werden.
1:51 Zudem gilt es,
1:52 dem Stadtklima und der Stadtnatur Sorge zu tragen.
1:56 Nicht zuletzt verändert sich durch das Wachstum
1:59 auch das gesellschaftliche Gefüge
2:00 in den Quartieren.
2:02 Diese Prozesse
2:03 müssen sorgfältig begleitet werden
2:05 damit sie sozialverträglich von statten gehen.
2:08 Dazu gehört, dass sich die Stadt
2:10 für preisgünstigen Wohnraum einsetzt.
2:17 Um auf diese Herausforderungen vorbereitet zu sein,
2:19 arbeiten wir mit den folgenden Strategien:
2:23 Die Entwicklung soll verstärkt
2:25 in dafür besonders geeignete Gebiete
2:26 im Westen und Norden der Stadt gelenkt werden.
2:30 Diese Gebiete sind sehr gut
2:31 durch den öffentlichen Verkehr erschlossen
2:33 und es können neue
2:34 öffentliche Freiräume geschaffen werden.
2:37 Zudem gibt es dort grosses Erneuerungspotenzial
2:40 in der Bausubstanz
2:41 und ein gutes Angebot an erneuerbaren Energien.
2:45 Ebenfalls soll die Bedeutung
2:46 der Quartierzentren als lebendige,
2:48 identitätsstiftende Orte gestärkt werden.
2:51 Dazu gehören belebte Erdgeschosse
2:54 mit Läden und weiteren Angeboten
2:56 für die Versorgung und Begegnung im Quartier.
3:00 Wie in bestimmten Gebieten,
3:01 gilt es auch entlang geeigneter Hauptstrassen
3:04 eine zusätzliche Verdichtung zu ermöglichen.
3:07 Zusammen mit einer Erhöhung der Vielfalt
3:09 in den Erdgeschossen
3:10 entstehen so attraktive Stadträume,
3:12 welche die verschiedenen Quartiere
3:14 miteinander verbinden.
3:17 Heute locker bebaute Wohngebiete
3:20 sollen an geeigneten Orten
3:21 zu urbanen und dichten Quartieren werden.
3:25 Solche Quartiere sind Voraussetzung
3:27 für einen guten Mix aus Wohnen,
3:29 lebendigem Quartierleben und Nahversorgung.
3:33 Für die Lebensqualität
3:34 eine zentrale Rolle spielen attraktive
3:37 und vielfältig nutzbare Freiräume.
3:40 Die Stadt muss bestehende Freiräume
3:42 erhalten und verbessern
3:44 sowie zusätzliche Grünflächen erstellen.
3:47 Sie alle sollen durch Fusswege
3:48 mit hoher Aufenthaltsqualität
3:50 miteinander verbunden werden.
3:53 Und schliesslich
3:54 sollen in den Innenstadtquartieren
3:55 und weiteren Gebieten
3:57 die bestehenden Dichtereserven
3:59 ausgenutzt werden.
4:00 Mit Baulückenschliessungen,
4:02 Aufstockungen und Ersatzneubauten
4:04 gelingt so eine behutsame Erneuerung.
4:09 Das Wachstum
4:10 eine grosse Chance für die Stadt.
4:12 Mit der kommunalen Richtplanung
4:14 arbeiten wir heute –
4:15 für ein attraktives Zürich von morgen.

Leistung des kommunalen Richtplans

Mit der erstmaligen Erarbeitung des kommunalen Richtplans Siedlung, Landschaft, öffentliche Bauten und Anlagen konkretisiert die Stadt Zürich, welche Gebiete für die qualitätsvolle bauliche Verdichtung geeignet sind. Zudem werden Flächen bezeichnet für die Versorgung mit öffentlichen Freiräumen sowie für kommunale öffentliche Bauten und Anlagen – etwa für die Volksschule oder für Sportnutzungen.

Der kommunale Richtplan ist aber auch ein wichtiges Koordinationsinstrument: Er zeigt auf, wie die bauliche Dichte mit dem Verkehr und dem Angebot an erneuerbarer Energie abgestimmt werden muss. Zudem macht er Vorgaben für weitere räumliche Aspekte einer umwelt- und sozialverträglichen Stadtentwicklung.

Der Planungshorizont für den kommunalen Richtplan beträgt 20–25 Jahre. Das Referenzjahr für die planerische Ausrichtung ist 2015.

Ansprechperson

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