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Das Wichtigste in Kürze

Roemerhofplatz

Die Neugestaltung mit Bäumen und neuen Sitzgelegenheiten steigert die Aufenthaltsqualität beim Quartierzentrum Römerhofplatz und macht ihn zu einer Begegnungszone für die Anwohnenden.

Weiter wird die hindernisfreie Ausgestaltung der Tramhaltestellen die Sicherheit der Zufussgehenden deutlich erhöhen. So bieten die neuen Haltestellen kurze Umsteigewege und eine klare Orientierung für die ÖV-Benutzenden sowie einen sicheren Übergang für alle, insbesondere auch für Schulkinder. Ein verbesserter Witterungsschutz wird ebenfalls berücksichtigt. Für den Veloverkehr wird stadtauswärts auf der Asylstrasse ein Velostreifen markiert. 

Im November 2020 beginnen die Bauarbeiten.

Das Bauen unter Verkehr wird auch auf dieser städtischen Baustelle eine grosse Herausforderung darstellen. Um die Situation temporär zu entschärfen, wird der Verkehr stadteinwärts ab Baubeginn bis etwa im September 2021 über die Eidmatt- und Freiestrasse umgeleitet.

Für die Gewährleistung eines sicheren Tram- und Baustellenbetriebs wird es unumgänglich sein, einzelne Arbeiten nachts während der Trambetriebspausen und an Wochenenden auszuführen. Selbstverständlich setzt die Stadt alles daran, die Emissionen des Baustellenbetriebs auf ein Minimum zu reduzieren.

Die einzelnen Verkehrsphasen des Projekts:

Die Verkehrsphasen sind abhängig voneinander, daher können je nach Baufortschritt Verschiebungen vorkommen.

Verkehrsphase A, November 2020 bis Februar 2021

In dieser Verkehrsphase wird die Kanalisation in der Asylstrasse westlich und östlich des Römerhofplatzes bergseitig erneuert und diverse Werkleitungen ersetzt, unter anderem Wasser und Gas. Der Gehweg bergseits der Asylstrasse wird ebenfalls erneuert.

Verkehrsphase B, Februar 2021 bis Juli 2021

In der Verkehrsphase B erfolgt der Werkleitungsbau im Kreuzungsbereich Asyl-/Klosbachstrasse, wie auch im südlichen Teil der Klosbachstrasse. Zudem wird das sogenannte 3. Gleis (neue Lage) neben der bestehenden Gleisanlage unter laufendem Trambetrieb erstellt und die Fahrleitungen an die neue Lage angepasst. Am Wochenende vom 28. – 31.5.2021 erfolgt der 1. Gleisschlag (Gleisrück- und Neubau) in der Asylstrasse. Während dieser Zeit ist der gesamte Perimeter für den Verkehr gesperrt. Die Tramhaltestelle in der Asylstrasse wird ab diesem Wochenende provisorisch stadteinwärts verschoben. Die Tramlinie 8 wird ab dem 28.5.2021 bis am 12.7.2021 im Bauperimeter nicht verkehren. Während der Strassenbauarbeiten in der Klosbachstrasse nördlich des Kreuzungsbereichs ist diese für den Individualverkehr gesperrt.

Verkehrsphase C, Juli 2021 bis August 2021

Am Wochenende vom 9.7.2021 bis am 12.7.2021 findet der 2. Gleisschlag in der Klosbachstrasse statt. Anschliessend verkehrt die Linie 8 wieder im Baustellenbereich. Die Haltestelle bleibt provisorisch in Richtung Freiestrasse verschoben. Für den Individualverkehr bleibt die südliche Klosbachstrasse bis zur Fertigstellung der Strassenbauarbeiten in diesem Bereich gesperrt.

Verkehrsphase D, August 2021 bis September 2021

In der letzten Phase wird der Römerhofpatz neugestaltet und die Strassenbauarbeiten auf der Talseite der Asylstrasse und der südlichen Klosbachstrasse ausgeführt. Die neue Tramhaltestelle in der Klosbachstrasse wird voraussichtlich ab September 2021 in Betrieb genommen.

Die Geschichte des Projekts

Die Notwendigkeit der Sanierung der Traminfrastruktur und der Kanalisation zeigte sich im Jahr 2011. Aus einer Netzentwicklungsstudie der VBZ ging hervor, dass mit der für 2017 geplanten Tramlinie über die Hardbrücke die Linienführung des Trams 8 ändert und dieses neu über die Klosbachstrasse verkehren würde sowie die Linie 15 nicht mehr bis zum Römerplatz fährt.

Aus der Studie ging weiter hervor, dass die zwei Haltekanten der Haltestellen «Römerhof» an der Asylstrasse sowie die zwei in der Klosbachstrasse zu schmal, zu kurz und nicht hindernisfrei für einen niveaugleichen Zugang gebaut sind.

Es folgte der Schluss, dass für eine hindernisfreie Ausgestaltung die Haltestelle der Linie 3 in Richtung Kunsthaus verschoben werden muss. Diese Verschiebung um etwa 25 Meter hat zur Folge, dass das Tram nicht mehr in der Kurve zu stehen kommt. Das durch diese Massnahme geringere Spaltmass zwischen Tram und Haltekante ermöglicht Menschen mit Behinderung, älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen aber auch Reisenden einen hindernisfreien Einstieg und Ausstieg. Ende 2011 begann das Tiefbauamt mit der Vorstudie zum Projekt, dessen Abschluss damals für 2016 geplant war. Da das Strassenbauprojekt Römerhofplatz eine wesentliche Änderung einer Strassenanlage beinhaltet, muss parallel zur Realisierung eine Lärmsanierung durchgeführt werden.

Nachdem in der Vorstudie die Ziele der Umgestaltung definiert sowie diverse Varianten entwickelt wurden, präsentierte das Tiefbaumt die Ergebnisse im Herbst 2012 dem Kanton. Im Dezember 2012 fand dann eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung statt. Dazwischen gab es diverse Besprechungen mit Anwohnenden, der Behindertenkonferenz des Kantons Zürich, aber auch mit Eltern sowie Vertreterinnen und Vertreter vom Quartier und den Schulen. Auch in den Medien stiess der Umbau des Römerhofplatzes auf Interesse, besonders die Verschiebung der Haltestelle der Linie 3 gab zu reden. Diese sollte zu einer Kaphaltestelle werden, was bedeutet, dass das Tram sich die Fahrbahn mit dem Auto im Mischverkehr teilt.

Es folgte die öffentliche Planauflage des Strassenbauprojekts Römerhofplatz i.S.v. § 13 Strassengesetz (StrG), die vom 1. Februar bis 4. März 2013 dauerte. Alle fünfzehn Einwendungen konnten nicht oder nur teilweise berücksichtigt werden. Nach dem Abschluss der Vorstudie im Mai 2013 erfolgte am Ende des Jahres im Rahmen des Vorprojekts die Vergabe des Ingenieurvertrags. An den Projektierungssitzungen wurden die einzelnen Teilprojekte entwickelt, zu welchen unter anderem die Oberfläche sowie die Gleise und die Kanalisation als auch die Werkleitungen, gehören. Daraus resultierte die öffentliche Planauflage des Bauprojekts gemäss § 16 StrG vom 30. Januar bis 2. März 2015. Die öffentliche Auflage des akustischen Projekts erfolgte während derselben Frist. Gleichzeitig wurden auch die neuen «Verkehrsvorschriften, Kreis 7» am 28. Januar 2015 koordiniert publiziert.

Innert der 30-tägigen Rechtsmittelfrist waren zehn Einsprachen gegen das Projekt eingegangen. Sie betrafen das Strassenbauprojekt inklusive der Verschiebung der Tramhaltestelle in der Asylstrasse, aber auch den Landerwerb und die Einführung von Tempo 30 zur Reduktion der Lärmemissionen. Der Stadtrat entschied über die Einsprachen im Juni 2016 und setzte das Projekt fest.

In der Folge wies der Regierungsrat den von sieben Rekurrierenden erhobenen Rekurs gegen das Strassenbauprojekt am 4. Juli 2018 vollumfänglich ab. Die Rekurrierenden wehrten sich gegen die Verlegung des Gleises in der Asylstrasse sowie gegen die Kaphaltestelle. Gegen den Entscheid des Regierungsrats wurde kein Rechtsmittel ergriffen, und somit wurde das Bauprojekt und das Projekt zur Lärmsanierung rechtskräftig.

Die Genehmigung des rechtskräftigen Strassenbauprojekts und der Lärmsanierung erfolgte durch den Regierungsrat mit Beschluss vom 5. Februar 2020.

Aufgrund der Verzögerungen, unter anderem bedingt durch das Rekursverfahren gegen die Strassenumgestaltung, musste die Kanalerneuerung in der Klosbachstrasse vorgezogen werden und die Haltestelle an der Klosbachstrasse provisorisch umgebaut respektive verlängert werden. Zusätzlich mussten Gleis und Weiche im Kreuzungsbereich von Asylstrasse und Klosbachstrasse erneuert werden. Dies hatte zur Folge, dass bereits vom März 2017 bis im April 2018 am Römerhofplatz gebaut werden musste.

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