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«Der Zeitpunkt für den Übertritt kommt im richtigen Moment»

Der Schritt in die Oberstufe ist ein Wechselbad der Gefühle

Viele 6.-Klässler sind Ende des Schuljahres hinund hergerissen: Sie freuen sich auf die Oberstufe, haben aber Respekt vor den neuen Aufgaben. Noch geniessen Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen die gemeinsame Zeit.

Die drei 6.-Klässler wissen, was sie in der Oberstufe erwartet.

Enes bringt es auf den Punkt: «Mehr arbeiten!» Mit diesen beiden Worten drückt er aus, was ihm zur Oberstufe durch den Kopf geht. Er werde nach der Mittelstufe sicher nicht so eine gute Zeit haben, weil er viel arbeiten müsse. Sonst werde er in der Sekundarschule abgestuft, sagt der 6.- Klässler. Noch wisse er nicht, in welches Schulhaus er komme, und mit welchen Kollegen er zusammen sein werde. Das bereitet ihm ein mulmiges Gefühl.
Orges weiss auch, was ihn in der Oberstufe erwarten wird. «Wir werden viele Präsentationen machen müssen und werden täglich zwei Stunden Hausaufgaben haben. Wir haben eine schwierige Zeit vor uns.» In den verbleibenden Wochen der sechsten Klasse nähern sich die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse von Sara Semeraro bei vergessenen Hausaufgaben und Prüfungen den Regeln der Oberstufe.
Gelassener nimmt es Pinelopi. Sie hat einen grossen Bruder in der Oberstufe, der auch von vielen Hausaufgaben spricht. Trotzdem sagt sie: «Ich freue mich auf die Oberstufe und geniesse jetzt noch die Zeit in der alten Klasse.» Pinelopi und die beiden Knaben zeigen Respekt vor der Oberstufe, aber auch Freude aufs Neue.
Übertritt kommt zur rechten Zeit
Sara Semeraro übergibt zum zweiten Mal eine sechste Klasse an die Oberstufe und kennt die Bedenken der Kinder. Trotzdem sagt sie: «Der Zeitpunkt für den Übertritt kommt im richtigen Moment. Die Kinder sind mit dem Kindergarten eingerechnet teilweise seit acht Jahren in der Schule Auhof. Viele Verhaltensmuster haben sich eingeschliffen und brauchen nun Impulse von einer anderen Person.»
Anja Siegle ist ebenfalls 6.- Klasslehrerin und beobachtet, wie die Kinder in einem Zwiespalt leben: Interesse an neuen Aufgaben haben und Gefühle der Überforderung. Beide Lehrerinnen freuen sich, wie motiviert die Kinder am Ende der Mittelstufe mitmachen. «Wir arbeiten an einem Theater und schreiben das Drehbuch selber », sagt Anja Siegle zur verbleibenden Zeit in der Mittelstufe.
Informieren über die Oberstufe
Die beiden Lehrerinnen verspürten keinen speziellen Druck durch Eltern und Kinder bei der Einteilung in die Sek A oder B. Bereits in der fünften Klasse thematisierten sie an einem Elternabend das Schweizer Schulsystem und den Übertritt an die Oberstufe. Transparenz gegenüber den Eltern und den Kindern sei wichtig, sagt Anja Siegle.
Die Schülerinnen und Schüler sowie die beiden Lehrerinnen sehen dem 14. Juli, dem letzten Schultag, mit gemischten Gefühlen entgegen. «Ich werde traurig sein», weiss Sara Semeraro bereits jetzt und Anja Siegle sagt: «Ich mag mich mit dem Abschied noch gar nicht befassen.»
Besuch der Schüler
Beide loben ihre Klasse, den guten Charakter der Kinder und ihre Arbeitshaltung. Sara Semeraro denkt auch an die Jungs der letzten Klasse, die sie noch heute besuchen.
Sicher werden auch Enes, Orges und Pinelopi nach den Sommerferien an der Schultüre ihrer Lehrerin einmal anklopfen und erzählen, wie es ihnen geht.

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