Angst als Emotion ist ein bedrückender und beklemmender Ich-Zustand. Dieser Zustand ist mit physiologischen Vorgängen verbunden, der das Verhalten alter Menschen beeinflusst. Angststörungen – denen auch die Zwänge zuzuordnen sind – können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und werden im Alter leicht übersehen oder fehlinterpretiert. Unbehandelt verlaufen sie oft chronisch und können zu sozialem Rückzug, Depressionen, Medikamenten- oder zu Alkoholabhängigkeit führen. Angstzustände bei alten Menschen können darüber hinaus im Zusammenhang mit Demenzen, Depressionen oder Substanzmissbrauch auftreten.
Mitarbeitende aus Pflege und Betreuung im Langzeit- und Spitexbereich, Therapeut*innen, Sozialberater*innen und Seelsorger*innenSie
Sie haben den Basislehrgang Gerontopsychiatrie besucht oder besitzen gleichwertige Kenntnisse.
- Sie setzen sich mit Zustandsbildern, Diagnosen und Angstreaktionen auseinander.
- Sie kennen und erkennen verschiedene Formen der Angststörungen und Zwänge.
- Sie können Herausforderungen in der Begegnung von Betroffenen reflektierter bewältigen.
- Sie haben hier die Möglichkeit, eigene Fallsituationen näher zu beleuchten.
Angst
- Angst als natürliche Funktion und die Grenzen zur Pathologie
- Angst als Leitsymptom anderer psychischer Störungen
- Angstentstehung im Alter
- Erkennen von Angstreaktionen und möglichen Angststörungen
- Angstauslösende Faktoren
- Die Angstspirale
Formen der Angststörungen
- Phobien (spezifische Phobien, Soziale Ängste, Agoraphobie)
- Generalisiertes Angstsyndrom
- Panikattacken
- Kommunikation und Interventionen in der Praxis
Zwangsstörungen
- Ausprägungen / Erscheinungsformen
- Modelle zur Entstehung von Zwangsstörungen
- Erscheinungsbild / Leitsymptome
- Kommunikation und Interventionen in der Praxis
Vorbereitungsauftrag, Fach-Inputs, Fallbeispiele, Gruppenarbeiten, Erfahrungsaustausch im Plenum
2 Tage
Fr. 600.–