Die Weltschmerzorganisation International Association for the Study of Pain (IASP) definiert Schmerz als «ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.»
Schmerz ist überlebenswichtig. Er dient als Warnsignal und hat die Aufgabe, den Körper zu schützen, indem er beispielweise auf eine Verletzung oder eine drohende Gewebeschädigung hinweist. In der Regel geht dem Schmerz ein Reiz voraus, er ist lokal und zeitlich begrenzt. In diesem Fall spricht man von akutem Schmerz. Wenn Schmerzen aber über einen langen Zeitraum bestehen bleiben und nicht mehr mit einem bestimmten Auslöser in Verbindung gebracht werden können, verselbstständigt sich der Schmerz und kann zur Qual für den Betroffenen werden. Dann spricht man von chronischem Schmerz (vgl. Deutsche Schmerzliga). Schmerzsituationen werden individuell erlebt und müssen individuell behandelt werden.
Studierende der Höheren Fachschule Pflege zur dipl. Pflegefachperson (für das 2.–6. Semester geeignet)
- Sie analysieren aktuelle Fallsituationen aus dem Pflegealltag.
- Sie refklektieren mögliche Interventionen anhand von Schmerzkonzepten und mit aktuellen Fallsituationen aus dem Praxisalltag und können diese begründet anwenden.
- Sie diskutieren psychische, physische und soziale Auswirkungen von Schmerz (Total Pain).
- Sie vertiefen Ihr Wissen anhand der aktuellen Literatur.
- Schmerzbiografie (Reflexion eigener Erfahrungen)
- Akuter Schmerz, chronischer Schmerz
- Ursachen für Schmerzzustände
- Assessment
- Medikamentöse- und nicht-medikamentöse Interventionen
- Wirkung und Nebenwirkung Analgetika (WHO-Schema/Betäubungsmittel)
- Applikationsmöglichkeiten und Anästhesieverfahren
Vorbereitungsauftrag, Fachinput, Arbeit mit Fallsituationen, Erfahrungsaustausch im Plenum, Selbststudium, Gruppenarbeiten
Fr. 270.–
1 Tag