In der Altersgruppe der über 65-Jährigen zeigt sich nicht nur der höchste Anteil an Personen mit riskantem Alkohol- und Medikamentenkonsum, sondern es fällt ebenso auf, dass die Lebenserwartung der Konsument*innen von illegalen Drogen parallel zur Lebenserwartung in der Gesamtbevölkerung signifikant angestiegen ist. Ein weiterer entscheidender Aspekt
in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass Personen mit Opioidabhängigkeit (oftmals in einer Opioid-Agonisten-Therapie) frühzeitig mit Alterserkrankungen konfrontiert werden, was ihre Behandlung anspruchsvoller gestaltet. Damit verbunden ergeben sich für den Pflegealltag verschiedene Herausforderungen. Dieser LTT bietet eine fundierte Auseinandersetzung mit den spezifischen Aspekten von Sucht im höheren Lebensalter, um angehenden Pflegefachpersonen HF das nötige Wissen und die erforderlichen Kompetenzen zu vermitteln.
Studierende der Höheren Fachschule Pflege zur dipl. Pflegefachperson (für alle Semester geeignet)
- Sie unterscheiden zwischen risikoarmem, risikoreichem und süchtigem Konsum.
- Sie erkennen Merkmale von Substanzmissbrauch frühzeitig.
- Sie reflektieren Interventionen anhand von Praxisbeispielen und erarbeiten gemeinsam Lösungsstrategien.
- Sie erweitern Ihre Handlungskompetenzen und üben, wie das Thema bei Betroffenen angesprochen werden kann.
- Risikoarmes, problematisches, abhängiges Konsummuster
- Bio-psycho-soziales Suchtverständnis
- Risiko- und Schutzfaktoren im Alter
- Früherkennung von Substanzmissbrauch im Alter
- Einblick in die Selbsthilfegruppen der Anonymen Alkoholiker und Erfahrungsaustausch mit den Betroffenen
- Ansprechen eines vermuteten Substanzmissbrauchs mithilfe von Kurzinterventionen und Hilfsangebote für Betroffene
Fachinput, Arbeit mit Fallsituationen, Erfahrungsaustausch, Gruppenarbeiten, Transferauftrag
Fr. 270.–
1 Tag