Mit dem Aufbaulehrgang erwerben Sie grössere Sicherheit im Umgang mit Betroffenen sowie deren Zu-/Angehörigen, in den Bereichen der Kommunikation und Gesprächsführung. Sie steigern Ihre Handlungskompetenzen in der Symptombehandlung und der interprofessionellen Zusammenarbeit. Der A2-Abschluss stellt die erste formale Qualifikation dar, die Fachpersonen in der Palliative Care erwerben können.
Unser Lehrgang ist von der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung inhaltliche überprüft und offiziell akkreditiert (palliative.ch).
Sie haben den Basislehrgang A-1 besucht. Haben Sie andere Fortbildung in der Thematik besucht oder sind entsprechende Berufserfahrung vorhanden, entscheidet der Lehrgangsverantwortliche über eine Teilnahme.
Absolvierende der Tertiärstufe B (dipl. Pflegefachpersonen HF und FH) verfügen bei einem Studienabschluss nach 2016 bereits über einen A-2-Abschluss, da dieser im Studium Unterrichtsbestandteil ist. Für diese Personen wird unser Vertiefungslehrgang B-1 empfohlen.
- Sie können die grundlegenden kommunikations- und systemtheoretischen Schwerpunkte des Calgary Familienmodells in Ihrer alltäglichen Arbeit anwenden.
- Sie kennen die grundlegenden Skills und Haltungen zu Psychohygiene und Resilienz.
- Sie professionalisieren Ihre Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, im palliativen Kontext.
- Sie erweitern Ihr Wissen zu Hydratation, Dehydratation und zur Behandlung von Xerostomie.
- Sie sind fähig eine adäquate Symptomkontrolle im interprofessionellen Kontext zu erarbeiten.
- Sie setzen sich mit den Grundlagen der ethischen Entscheidungsfindung auseinander und erkennen ethische Dilemmata.
- Grundlagen von Kommunikationstheorien nach Mindell, Watzlawik und Jung
- Entwicklung der Chronifizierung von Schmerz, Durchbruchschmerzen und mögliche Interventionen
- Fachkompetenz Dyspnoe und Rasselatmung sowie Angst Begleitung von Betroffenen und Angehörigen im Kontext von Angst Schmerz- und Symptommanagement
- Zusammenarbeit im interprofessionellen Team
- Grundlagen zur Psychohygiene und Selbstwahrnehmung nach «best practice Caring for the Carers» (Bigorio), Mindell und Watzlawik
- Grundlagen der Ethik und der ethischen Entscheidungsfindung
- Familienzentrierte Pflege und Betreuung
Die Inhalte orientieren sich am SENS-Modell (Symptomkontrolle, Entscheidungsfindung, Netzwerk und Support) und führen zu den oben beschriebenen Kompetenzen.
Theoretische Inputs wechseln sich mit Gruppenarbeiten zur persönlichen Auseinandersetzung mit der Thematik ab.
Der Aufbaulehrgang orientiert sich am «Modell Bildungsabschlüsse» von palliative.ch und ermöglicht den direkten Zugang zum Vertiefungslehrgang B-1.
Fr. 1500.–
5 Tage mit insgesamt 40 Lernstunden, die in Präsenzzeit durchgeführt werden. Hinzu kommen ca. 20 Stunden angeleitetes Selbststudium.