Fachkräftemangel, hoher Dokumentationsdruck und der demografische Wandel prägen den Pflegealltag. Pflegekräfte leisten viel – und wünschen sich dennoch mehr Zeit für Beziehung und Zuwendung. Hier stellt sich die Frage, ob Künstliche Intelligenz (KI) dabei helfen kann, entlastende Strukturen zu schaffen und Raum für das Wesentliche zu gewinnen.
Zentral ist die gemeinsame Reflexion darüber, welche Aufgaben KI sinnvoll übernehmen kann und wo bewusst menschliches Handeln im Mittelpunkt bleibt. Dabei betrachten wir, wie der Einsatz von KI die Pflege verändern kann und welchen Einfluss dies auf das Verständnis von guter Pflege sowie auf das Berufsbild insgesamt haben kann. Zum Abschluss werden diese Aspekte in einer vertiefenden Reflexionseinheit unter dem Leitgedanken: «Was macht gute Pflege aus – was darf KI, was nicht?» aufgegriffen.
Mitarbeitende aus der geriatrischen Langzeitpflege und Spitex
- Einsatzmöglichkeiten von KI im eigenen Arbeitsbereich kennen.
- Kennen verschiedener Tools, von denen sich jeweils bestimmte für unterschiedliche Fragestellungen eignen.
- Die eigene Haltung zu KI im Pflegekontext reflektieren.
- Chancen und Risiken abwägen lernen – auch im Dialog mit Kolleg*innen.
- Verantwortung und Grenzen von KI in sensiblen Bereichen verstehen.
- Motivation gewinnen, um KI als Unterstützung zu nutzen, ohne sich überflüssig zu fühlen.
- Chancen erkennen, Hemmschwellen abzubauen und den reflektierten, verantwortungsvollen Umgang mit KI zu fördern.
- Funktionsweise einer Künstlichen Intelligenz / mögliche Risiken und Gefahren
- Vorstellung verschiedener Tools und deren Einsatzmöglichkeiten (z.B. Sensorik/Monitoring zur Sturzerkennung, Chatbots für Angehörigenkommunikation, Predictive Analytics zur Früherkennung von Gesundheitsrisiken). Für die einen Realität - für die anderen noch Zukunftsmusik.
- KI-Co-Pilot (wie ChatGPT) für Textarbeit, E-Mails, Protokolle etc.
- Einblick in digitale Pflege-Tools in der Schweiz (z.B.: Curena, Domosafety, DeepCare, ComToAct, etc.)
- Einblick in Schweizer Plattformen zu KI & Pflege (z.B. Digitale-Gesundheit.ch, Pflegebildung.ch, KI-Campus.de, etc.)
- Bestehende Richtlinien (z.B. KI-Richtlinien der Stadt Zürich)
Gruppenarbeiten zu Fallbeispielen, Bearbeitung von Reflexionsfragen, Arbeiten mit dem eigenen Laptop, Inputs, praktische Übungen und Anwendungen
Fr. 300.–
1 Tag