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Sonnenschutz

Wie schützt man die empfindliche Kinderhaut vor der Sonne?

Kinderhaut ist fünfmal dünner, zarter und empfindlicher als im Erwachsenenalter. Babyhaut neigt zum Austrocknen, weil die Talg- und Schweissdrüsen noch nicht voll entwickelt sind. Ebenso fehlt der schützende Fettfilm. Der natürliche Säuremantel ist auch noch nicht stabil. Dieser kann mit ungeeigneten Hautmitteln zerstört werden. Die UV-Empfindlichkeit ist massiv erhöht, weil Kinderhaut weniger Pigmente aufweist. Aufgrund dieser Faktoren gebührt Kinderhaut immer besondere Pflege und Schutz. Es wird deshalb dringend empfohlen, Babys und Kleinkinder nicht direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Insbesondere die Mittagszeit (11-15h) sollte im Haus oder im Schatten verbracht werden. 

Strahlen werden in wie folgt differenziert: 

  • UVA: langwellig: dringen tief in die Haut ein. Folge: Hautalterung.
  • UVB: kurzwelliger, energiereicher: dringen nicht so tief ein. Folge: Haut wird braun.
  • UVC: sehr kurzwellig, sehr aggressiv.

Sonnencreme alleine reicht nicht aus

Die Krebsliga empfiehlt zusätzlich das Tragen von UV-Textilien. Achten Sie beim Kauf nicht nur auf die Zeichen UPF (UV-Protection Factor), sondern, dass dieser nach ausgewiesenen Standards (z.B.UV-Standard 801 oder AS/NZ) bestimmt wurde. Besonders empfehlenswert zu Tragen im und am Wasser.

Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte man auf das CE-Zeichen und den Vermerk «100% UV» achten. 
 

Ebenso gehört ein Sonnenhut mit Nackenschutz zur Ausrüstung. Sonnenschutzmittel mit mindestens LSF 30 verwenden. Das Produkt soll vor UVA- und UVB-Strahlen schützen.

Idealerweise wird die Creme mit mineralischen Filtern grosszügig und 30 min. vor dem nach Draussen gehen aufgetragen. Nach dem Baden sollten auch wasserfeste Produkte erneut aufgetragen werden. Lippen, Ohren, Nase und Fussrücken sind speziell exponiert und sollten nicht vergessen werden. 

Geniessen Sie im Sommer mit ihrer Familie die frühen Morgenstunden bis 11h und lassen Sie den Tag in der kühleren Abenddämmerung bei einem Picknick, zum Beispiel am See oder an einem Fluss, ausklingen. Das bringt ausserdem den Vorteil, dass die älteren Kinder in der heissen Mittagszeit zu Hause in aller Ruhe ihren Mittagsschlaf machen können.  

Auch bei bewölktem Himmel dringen UV-Strahlen an die Oberfläche durch

Bei bedecktem Himmel sind dies bis zu 80%. Verstärkt wird die Wirkung der Strahlen bei reflektierenden Flächen wie Schnee, Sand, Beton und Wasser. Ebenso nimmt die Intensität der UV-Strahlen pro 1000 Höhenmeter um ungefähr 10% zu. 

Unsere Haut versucht sich unter dem Einfluss der UVB-Strahlen durch Bräunung zu schützen vor den UV-Strahlen. Gleichzeitig kommt es jedoch zu einer Hautschädigung. 

Liebe Eltern, denken Sie daran: Sie sind Vorbild. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie Ihren Kindern, dass auch Sie sich an die Regeln halten. Denn Prävention ist alleweil besser als Therapie. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.krebsliga.ch und im untenstehenden Merkblatt.

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