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Mein Kitakind – der Papablog

Ich bin Morris, Jahrgang 1990, Ehemann einer wunderbaren Frau und stolzer Vater vom im Februar 2018 geborenen Pablo. Nach drei Jahren Ausbildung zum Fachmann Betreuung im städtischen Kinderhaus Entlisberg habe ich noch weitere vier Jahre dort gearbeitet. Im Sommer 2019 werde ich mein Studium der Sozialen Arbeit abschliessen. Die Praxisausbildung dafür absolviere ich ebenfalls im Sozialdepartement der Stadt Zürich, und zwar im Begleiteten Wohnen. Angefangen hat meine «Stadtkarriere» jedoch schon viel früher: Als Dreikäsehoch habe ich bereits selber die Kita im Kinderhaus Artergut besucht. Rund 15 Jahre später bin ich als Praktikant dorthin zurückgekehrt und habe im Anschluss beschlossen, die Berufsausbildung in diesem Bereich zu machen. Und nun darf rund ein Vierteljahrhundert später auch unser Sohn in eine Kita der Stadt Zürich eintreten: Ab August 2018 besucht er an zwei Tagen in der Woche die Kita Selnau. Da ich auch in der Stadt Zürich aufgewachsen bin, bezeichne ich mich als richtiges «Stadtkind». In diesem Blog schreibe ich einmal im Monat über das erste Kita-Jahr meines Kindes – mit all seinen spannenden, lustigen und stolzen Momenten, die manchmal von Herausforderungen, Ängsten und Sorgen begleitet werden.

    Langweilig: Was jetzt?

    Veröffentlicht am Mittwoch, 21. November 2018 um 11.42 Uhr
    Von Morris Vock

    Kennt ihr das Gefühl von Langeweile? Ich kenne das noch gut aus Vorträgen in der Schule, wenn der Chemielehrer wieder mal einen Monolog über das Periodensystem führte und wir in der hintersten Reihe anfingen «Stadt, Land, Fluss» zu spielen. In der Kita wird zum Glück noch kein Periodensystem gelehrt. Da dürfen Kinder noch Kinder sein. Eine Zeit, die meiner Meinung nach viel zu kurz ist.

    Ich hole Pablo in der Kita ab und die Fachfrauen/-männer Betreuung erzählen mir jeweils, wie sein Tag war. Wenn er nicht gerade an einer Mittelohrenentzündung leidet, liebt er es, andere Kinder zu beobachten. Beim Freispiel ist Pablo immer dort, wo viele Kinder spielen und legt sich mittig in sie hinein. Dabei sein ist alles, denkt er sich wohl.

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    Achtung, fertig – Virus!

    Veröffentlicht am Montag, 22. Oktober 2018 um 12.00 Uhr
    Von Morris Vock

    Puzzleteil 3 von 12

    Eine Woche nach der Eingewöhnung: Pablo hat einen heftigen Schnupfen. Ganz normal, denn in den Kitas laufen die Nasen zwischen September und Mai permanent. Man witzelt ja auch, dass in den Kitas nebst den herkömmlichen auch die unentdeckten Bakterien und mutierte Viren kursieren, die nur schwer wieder loszubringen sind. Dann trifft es am Sonntagabend zuerst mich, sodass ich am Montagmorgen kaum aus dem Bett kriechen kann. Zum Glück ist heute Grossmuttertag. Dienstag 7 Uhr, Pablo glüht vor sich hin. Beim Arzt erhalten wir die Diagnose Mittelohrenentzündung. Das heisst: Antibiotika!

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    Die Eingewöhnung – Freude, Unsicherheit und Stolz

    Veröffentlicht am Dienstag, 18. September 2018 um 10.40 Uhr
    Von Morris Vock

    ...

    Die Eingewöhnung verläuft individuell nach den Bedürfnissen des Kindes. Wir planen acht Tage auf zwei Wochen verteilt mit stetig steigenden Präsenzzeiten ein – sofern Pablo mitspielt. Schon vor dem offiziellen Eingewöhnungsstart habe ich das erste Mal in der Kita angerufen: Etwas unsicher habe ich Serena, der Bezugsperson von Pablo, erklärt, dass sich der Schlafrhythmus von Pablo einmal mehr geändert hat und wir daher lieber eine Stunde später kommen würden.

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    Kind in die Kita – nicht ohne Vorbereitung

    Veröffentlicht am Dienstag, 14. August 2018 um 10.00 Uhr
    Von Morris Vock

    Für uns war von Anfang an klar: Pablo wird in die Kita gehen.
    Doch was bedeutet das genau? Ich sage oft: «Eine Familie ist ein Kleinunternehmen.» Es ist eine organisatorische Meisterleistung, alles unter einen Hut zu bringen! Nachdem wir diverse Szenarien durchgespielt hatten, wie die Betreuung unseres Sohnes aussehen könnte, sind wir auf folgende Lösung gekommen: Meine Mutter macht den Wochenstart. Nachdem der Kleine am Montag nach Strich und Faden verwöhnt wird, folgt am Dienstag der Papa-Tag, am Mittwoch der Mama-Tag, und am Donnerstag und Freitag geht er in die Kita. Am Wochenende haben wir glücklicherweise meistens beide frei. Neben dem Kinderalltag muss natürlich auch noch das Privatleben geplant werden. Kompromiss da, Kompromiss dort… Wer kennt das nicht?

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