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40 Jahre Jugendberatung der Stadt Zürich

Medienmitteilung

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Die Jugendberatung der Stadt Zürich wurde 1971 ins Leben gerufen. Die Aufgaben sind vielseitig und haben sich über die Jahre laufend verändert. Zum heutigen Tätigkeitskatalog zählt unter anderem die Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Ausbildungsverantwortlichen.

2. Dezember 2011, 9.51 Uhr

Viele Jugendliche und junge Erwachsene sind mehrfach belastet und werden oft von familiären und sonstigen Netzen ungenügend getragen. Dies kann am Arbeitsplatz oder in der Schule zu Problemen führen. In solchen Fällen bietet die Jugendberatung psychologische Unterstützung für Jugendliche in Ausbildung sowie Beratung für Ausbildungsverantwortliche und Lehrkräfte. Weitere aktuelle Aufgaben sind die psychologische Beratung von Jugendlichen und deren Familien in anderen Problemfeldern, psychologisch geleitete Gruppen, Weiterbildungen und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Jugendalter.

Ein Gewinn für alle Beteiligten
Damit Krisensituationen am Arbeitsplatz oder in der Schule schneller aufgefangen werden können, stärkt die Jugendberatung seit einigen Jahren die Zusammenarbeit mit Lehrfirmen und Schulen. Nebst der persönlichen Beratung von Jugendlichen werden für Ausbildungsverantwortliche und Mittelschullehrkräfte auch Kurse angeboten. Diese Fachpersonen spielen eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, dass Jugendliche trotz Krisensituationen ihre Lehrstelle behalten bzw. die Schule weiter besuchen. Zudem kommen Jugendliche, die sich in einer Krise befinden, oft nicht freiwillig in eine Beratung. Hier gilt es deren Eigen-Motivation zu fördern. Die Erfahrung zeigt, dass Ausbildungsverantwortliche und Lehrkräfte eher gewillt sind, Lernenden eine weitere Chance zu geben, wenn sie Gewähr haben, dass Probleme und Konflikte professionell angegangen werden. Die Jugendberatung wird dieser Aufgabe auch in Zukunft viel Aufmerksamkeit schenken, denn jeder verhinderte Lehr- oder Schulabbruch ist ein Gewinn für alle Beteiligten.

Zu Beginn war die Jugendberatung eher Treffpunkt und Aufenthaltsort für Jugendliche. Die Mitarbeitenden boten Gespräche an und waren an jugendspezifischen Orten und auf der Gasse präsent. Mit der Zeit suchten immer mehr Jugendliche mit schwerwiegenden psychischen Störungen die Jugendberatung auf. Aus diesem Grund hat sich der Schwerpunkt der Stelle 1978 auf die psychologische Beratung und Therapie verlagert. Aus dem  Auftrag, eine Koordinations- und Auskunftsstelle für Suchtprobleme einzurichten, entstand 1985 die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich, welche zehn Jahre später dem Schul- und Sportdepartement zugeteilt wurde. Die Jugendberatung gehört seit 2001 zu den Sozialen Diensten der Stadt Zürich, ist kostenlos und wird freiwillig von Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren aufgesucht.

 

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