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Unterstützung für Sexarbeitende in der Stadt Zürich

Medienmitteilung

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, die Vereine Solidara Zürich und Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration Zürich (FIZ) für die Jahre 2023–2026 mit einem wiederkehrenden Beitrag finanziell zu unterstützen. Der Verein Solidara soll jährlich mit maximal 243 140 Franken unterstützt werden, dem Verein FIZ soll ein wiederkehrender Beitrag von maximal 255 000 Franken bewilligt werden. Die entsprechenden Beratungsangebote wurden in den letzten Jahren unverändert stark nachgefragt.

31. August 2022

«Isla Victoria» ist ein Angebot des Vereins Solidara Zürich, das sich an Sexarbeitende richtet. Die Beratungsstelle leistet einen wichtigen Beitrag an die Gesundheitsprävention und die soziale Integration von Sexarbeiter*innen. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat, dem Verein Solidara Zürich für die Jahre 2023 bis 2026 jährlich maximal 243 140 Franken für das Angebot «Isla Victoria» zu gewähren, wobei sich der Betrag aus einem leistungsorientierten Maximalbeitrag von 204 500 Franken und dem Erlass der Kostenmiete in der Höhe von 38 640 Franken zusammensetzt.

Die FIZ unterstützt Sexarbeitende und Opfer von Menschenhandel durch Beratung, Begleitung und Intervention bei der Durchsetzung ihrer Rechte und der Bewältigung ihres Alltags. Ihre Aktivitäten tragen dazu bei, dass Migrant*innen im Sexgewerbe und Opfer von Menschenhandel erkannt, vor Ausbeutung und Gewalt geschützt und in ihrer sozialen Integration unterstützt werden.

Aus diesem Grund wird dem Verein FIZ für die Angebote «Beratung für Migrantinnen» und «Opferhilfe Menschenhandel» für die Jahre 2023–2026 ein wiederkehrender Beitrag von jährlich maximal 255 000 Franken bewilligt.

Anlaufstellen und niederschwellige Unterstützung für Sexarbeitende

Neben einer niederschwelligen Anlaufstelle mit Sozialberatung, einem Treffpunkt mit Mittagstisch, Deutschkursen und Nähkursen betreibt «Isla Victoria» auch aufsuchende Arbeit in Salons im Rotlichtmilieu. Die Sexarbeitenden erhalten Unterstützung bei sozialen, finanziellen, gesundheitlichen und sozialversicherungsrechtlichen Problemen sowie Informationen zu aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Fragen, zu Sprachkursen und anderen Angeboten in der Stadt Zürich.

Kampf gegen Menschenhandel

Die FIZ ist als Fachstelle für die Themen Menschenhandel und Frauenmigration regional, national und international anerkannt und gut vernetzt. Sie bietet für Opfer von Menschenhandel in der Sexarbeit ein spezialisiertes Programm mit anonymen Schutzwohnungen und begleitetem Wohnen an, das von der kantonalen Opferhilfe finanziert wird. Das Finanzierungsmodell richtet sich nach dem Opferschutzgesetz und beruht auf verschiedenen Leistungspaketen, mit denen zum Teil auch Sozialberatungen finanziert werden. Die Stadt finanziert die Beratungen subsidiär zu den Leistungspaketen der kantonalen Opferhilfe. 

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