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Zusatzleistungen zur AHV/IV

Wichtigstes Ziel der Zusatzleistungen zur AHV/IV ist, allen AHV- und IV-Rentenberechtigten ein Leben ohne materielle Existenzsorgen zu ermöglichen.

Die Zusatzleistungen zur AHV/IV sind Teil der Sozialversicherungen und gewährleisten den Rentenberechtigten ein angemessenes, am Bedarf orientiertes Mindesteinkommen. Sie sind daher ein wichtiger Bestandteil der staatlichen Vorsorge. Trotz ausgebauter Alters- und Invalidenvorsorge haben auch heute noch zahlreiche Rentnerinnen und Rentner neben der AHV- oder IV-Rente keine oder nur bescheidene weitere Einkünfte. Wer während seines Erwerbslebens mehrheitlich im Tieflohnsegment arbeitete oder wegen Familienarbeit, Krankheit usw. über längere Zeit keiner Erwerbstätigkeit nachgehen konnte, ist in seinen Vorsorgemöglichkeiten stark eingeschränkt. Doch auch gut versicherte Rentnerinnen und Rentner können in finanzielle Bedrängnis geraten, wenn der Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim bevorsteht.

Die Zusatzleistungen erfüllen somit eine Doppelfunktion. Einerseits ergänzen sie ungenügende Renteneinkünfte und sichern den anspruchsberechtigten Rentnerinnen und Rentnern so eine angemessene Existenz, die auch eine soziale Teilhabe ermöglicht. Andererseits ermöglichen die Zusatzleistungen dem Gros der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner im Sinne einer bedarfsorientierten Pflegekostenversicherung überhaupt erst die selbstständige Bezahlung ihrer Heimkosten. Zudem können unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Zusatzleistungen auch gewisse Krankheits- und Behinderungskosten vergütet werden.

Zusatzleistungen zur AHV/IV sind Bedarfsleistungen. Ein Rechtsanspruch darauf besteht dann, wenn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Die Anspruchshöhe entspricht grundsätzlich der Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben und den anrechenbaren Einnahmen.

In der Stadt Zürich umfassen die Zusatzleistungen zur AHV/IV die Ergänzungsleistungen nach Bundesrecht, Beihilfen und Zuschüsse nach kantonalem Recht und Gemeindezuschüsse nach städtischem Recht. Die Anspruchsfestsetzung, Berechnung und Auszahlung erfolgt durch das Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Zürich (AZL).

Seit dem 1. Januar 2011 ist das AZL ausserdem für die Ausrichtung der Öffentlichen Pflegebeiträge an Heimbewohnerinnen und Heimbewohner zuständig, welche ihren zivilrechtlichen Wohnsitz vor dem Heimeintritt in der Stadt Zürich hatten. Die Heime rechnen die Pflegebeiträge direkt mit dem AZL ab.

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