Präventions-kampagne

Eine vermeintlich gute Abkürzung, eine überraschende Windböe oder ein Bier zu viel. Die Ursachen der Velounfälle in der Stadt Zürich sind vielseitig - und es handelt sich vielfach um Selbstunfälle. Sechs Betroffene erzählen ihre Unfallgeschichte. Sie sind sich einig: «Machen Sie’s besser als wir – fahren Sie aufmerksam».

Unachtsamkeit und Ablenkung sind in Zürich die häufigsten Ursachen für Unfälle in mit dem Velo oder dem E-Trottinett - insbesondere dann, wenn man sich in bekannten Umgebungen oder auf alltäglichen Strecken bewegt. Lernen Sie die eindrücklichen Geschichten unserer Unfallopfer kennen. Kommt auch Ihnen die eine oder andere Situation bekannt vor? Gerade auf gewohnten Strassen und an belebten Kreuzungen ist die Unachtsamkeit am grössten. Viele Unfälle könnten vermieden werden. Aber nur, wenn dem Strassenverkehr mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Gaetano erzählt uns seine Geschichte.

Gaetano «Ein Bier zu viel.»

Ein Bier zu viel und schon war es passiert: Die Reaktion von Gaetano liess nach, er hatte sein Velo  nicht mehr unter Kontrolle und ein Sturz beendete seine Fahrt schmerzhaft.

Fawzy «Vollbremsung mit Salto.»

Fawzy wurde auf dem E-Bike von einem Auto überrascht, das aus einer Einfahrt fuhr. Er bremste stark und stürzte mit einem Salto zu Boden.

So erlebte Fawzy seinen Unfall.

Velofahrerin Selina mit stark beschädigtem Fahrrad
Für Selina ist heute klar: Unterschätz Windböen nicht.

Selina «Vom Winde verweht.»

Unbeschwert steuerte Selina stadteinwärts. Da geschah es: Eine Windböe überraschte Selina von links und drückte ihr Vorderrad kurzerhand gegen den Randstein. Sie verlor das Gleichgewicht und wurde vom Velo katapultiert. Beim Aufprall aufs Trottoir verletzte sie sich an der Stirn und an den Knien. Zum Glück blieb es dieses Mal bei einer Wunde und ein paar Schürfungen. Aber auch diese hätten verhindert werden können. 

Beatriz und Seraina «Zu zweit war eine zu viel.»

Beatriz und Seraina fuhren zu zweit auf dem E-Trottinett, als es passierte: eine kleine Unaufmerksamkeit beim Wechsel aufs Trottoir und die beiden stürzten zu Boden.

Das erzählen die Betroffenen.

Das berichtet uns Ivo.

Ivo «Voll im Schuss das Schild übersehen.»

Ivo war sportlich unterwegs. Zu sportlich, denn er missachtete das Signal «Kein Vortritt». Dabei kollidierte er mit einem Auto.

Margrith «Das Trottoir war im Weg.»

Eine Abkürzung ist nicht immer sicherer und schneller. Das musste auch Margrith schmerzlich erfahren: Voll im Schwung schwenkt sie nach rechts, um einfach über eine komplizierte Strassenkreuzung zu kommen. Und da endete ihre Fahrt auch schon. Beim Abbiegen aufs Trottoir stürzte Margrith - ohne Velohelm - zu Boden. Ihre Reise endete mit einer Gehirnerschütterung im Spital.

Velofahrerin "Margrith" mit ihrem beschädigten Velo auf Kopfsteinpflaster
Margrith wird das Trottoir wohl nie mehr als Abkürzung nützen - und trägt auf dem Velo nun immer einen Helm.