Kurzfilm vom Kollektiv Beton

Das zweite Quarantäne-Mümpfeli aus der Lockdown Collection: Als im März der Shutdown kam, drehten Filmerinnen und Filmer aus der Schweiz Kurzfilme über das Leben in der Pandemie. Im Herbst erschien dann die Lockdown Collection: 2nd Wave. Daraus zeigen wir den Kurzfilm «Nachts nicht tanzen» von Nathalie Kamber und Rebekka Friedli als Mümpfeli. In einer Reise durch die Nacht gibt der Kurzfilm ein Gefühl wieder, das die beiden Filmemacherinnen im letzten Winter oft selbst gespürt haben. Es ist die Sehnsucht nach Begegnungsräumen und nach Bewegung in einer Zeit, in der das Tanzen eigentlich ganz wesentlich wäre. Die Musik stammt vom Berner Künstler «Geplantes Nichtstun».

Die Künstlerinnen und Regisseurinnen Nathalie Kamber und Rebekka Friedli leben beide im Kreis 9 und sind zusammen das «Kollektiv Beton». Sie sind bekannt dafür, dass sie lange Zeit an irgendwas arbeiten, das sich nicht leicht beschreiben lässt und noch weniger leicht nachvollziehbar ist, bis es sicht- und hörbar wird. 

Für die Umsetzung ihrer Projekte verknüpfen sie spielfreudige Heiterkeit mit ihren Erfahrungen aus der klassischen Filmherstellung. Was das bedeutet? «Im selbst eingerichteten Filmstudio in Zürich Manegg bei der Zitrone bauten wir Kapplatürme*, zerbrachen wir Glasscheiben und warfen Eier durch die Luft – und das alles für die Kunst!». Wo lebt Zürich für die beiden? «Draussen, in Zwischennutzungen wie der Zitrone und unterwegs auf dem Fahrrad im Westen der Stadt», erzählen sie.

*Kapplaturm: ein Indoor-Bauwerk aus sogenannten Kapplahölzchen. Ziel ist es, einen möglichst hohen Turm zu bauen, ihn einstürzen zu lassen, um dann einen noch grösseren Turm zu bauen.

 

Nachts nicht tanzen» – ein Kurzfilm vom «Kollektiv Beton

In einer Reise durch die Nacht gibt der Kurzfilm die Sehnsucht nach Begegnungsräumen und Bewegung wieder – und das in einer Zeit, in der das Tanzen eigentlich ganz wesentlich wäre.

Übrigens: Die Kurzfilme aus der Lockdown Collection sind mit Untertiteln in drei Landessprachen auf der kostenlosen Plattform «Play Suisse» von SRG SSR veröffentlicht. Dort sind auch noch viele weitere Filme kostenlos zu sehen.