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Häufige Fragen

Ist die Schulärztliche Vorsorge-Untersuchung im Kindergarten für alle Kinder obligatorisch?

Ja. Dies schreibt die Volksschulverordnung des Kantons Zürich vor. Mit der obligatorischen Vorsorge-Untersuchung sollen für alle Kinder möglichst günstige Voraussetzungen für gutes Lernen und eine gute Schulzeit geschaffen werden. Dem Gesetzgeber ist es wichtig, dass gesundheitliche Risiken bei allen Kindern früh erkannt und – falls nötig – rechtzeitig geeignete Massnahmen ergriffen werden. Z.B. können Kinder mit einer nicht erkannten Seh- oder Hörschwäche dem Unterricht nur in begrenzter Weise folgen. Darum ist es wichtig, dass eine solche Einschränkung bei allen betroffenen Kindern so bald als möglich erkannt und behoben wird.

Warum ist die Vorsorge-Untersuchung im 1. Kindergarten beim Schulärztlichen Dienst kostenpflichtig?

Im Kanton Zürich sind die Schulgemeinden gesetzlich verpflichtet, für jedes Kind während der Volksschulzeit zwei Schulärztliche Vorsorge-Untersuchungen zu finanzieren. Die Stadt Zürich hat bisher auf freiwilliger Basis drei Schulärztliche Vorsorge-Untersuchungen für alle Kinder finanziert. Die neue Volksschulverordnung schreibt nun drei Untersuchungen vor, wobei die erste in der Regel beim privaten Kinder-/Hausarzt oder der privaten Kinder-/Hausärztin durchgeführt und über die Krankenkasse abgerechnet werden soll. Daran hat sich auch der Schulärztliche Dienst der Stadt Zürich zu halten. Das heisst, unabhängig davon, ob die Vorsorge-Untersuchung beim privaten Kinder-/Hausarzt oder beim Schulärztlichen Dienst durchgeführt wird, wird sie in Rechnung gestellt und kann über die Krankenkasse verrechnet werden.

Kann mein Kind die Vorsorge-Untersuchung auch beim Schulärztlichen Dienst durchführen lassen?

Ja. Zwar sieht die neue Volksschulverordnung vom 4. März 2015 vor, dass die Schulärztliche Vorsorge-Untersuchung auf Kindergartenstufe in der Regel durch den privaten Kinder-/Hausarzt, die private Kinder-/Hausärztin erfolgt. Es gilt jedoch die freie Arztwahl. Das bedeutet, dass Sie Ihr Kind auch beim Schulärztlichen Dienst untersuchen lassen können. Insbesondere gilt dies, wenn Ihr Kind keinen festen privaten Kinder-/Hausarzt hat.

Entspricht die Vorsorge-Untersuchung beim Schulärztlichen Dienst derjenigen bei der privaten Kinder-/Hausärztin?

Die Schweizerische Gesellschaft für Kinder-und Jugendmedizin hat Vorgaben zu allen Vorsorgeuntersuchungen herausgegeben. Die 4-Jahres-Kontrolle beinhaltet gemäss dieser Vorgabe unter anderem die Kontrollen, welche in der Schulärztlichen Vorsorgeuntersuchung gesetzlich vorgegeben sind. Auf Kindergartenstufe wird bei den Kindern stets Grösse und Gewicht erhoben, des Seh- und Hörvermögen beurteilt, der Impfschutz überprüft sowie eine Entwicklungsbeurteilung vorgenommen.

Können wir die Vorsorge-Untersuchung sowohl bei unserer Kinderärztin als auch beim Schulärztlichen Dienst durchführen lassen?

Dies ist nicht vorgesehen. Auch übernimmt die Krankenkasse nur die Kosten für eine Untersuchung. Es macht daher Sinn, dass Sie sich für eine Vorsorge-Untersuchung entscheiden. Wichtig zu wissen: Für Schulkinder und Eltern ist bei spezifischen gesundheitlichen Problemen und Fragen in Zusammenhang mit der Schule eine Beratung und Beurteilung durch den Schularzt bzw. die Schulärztin nach wie vor jederzeit unentgeltlich möglich.

Die Abrechnung der Schulärztlichen Vorsorge-Untersuchung auf Kindergartenstufe erfolgt über die Leistungen in der obligatorischen Krankenversicherung. Das heisst, die Rechnung kann der Krankenkasse des Kindes geschickt werden und wird von dieser bezahlt. Allenfalls fallen für die Eltern noch Kosten für Selbstbehalt und Franchise an. Der Taxwertpunkt für die Kindergarten-Vorsorge-Untersuchung beim Schulärztlichen Dienst beträgt 138.23. Dies entspricht Fr. 123.00 (Stand: Juni 2019).

Kann ich mein Kind bei Auffälligkeiten nach der Kindergarten-Vorsorge-Untersuchung gleich auch beim Schulärztlichen Dienst behandeln lassen?

Nein. Der Schulärztliche Dienst bietet keine medizinischen Behandlungen an. Unser Schwerpunkt liegt in der Vorsorge und Prävention. Was wir u.a. anbieten, sind kostenlose (Ergänzungs-) Impfungen, Beratungen bei Fragen zu Gesundheit und Entwicklung sowie chronischer Krankheit in Zusammenhang mit der Schule, spezielle Bewegungskurse für Kinder mit wenig Bewegungserfahrung oder Übergewicht sowie individuelle Ernährungsberatung. Weitere Angebote finden Sie unter
www.stadt-zuerich.ch/schularzt

Warum muss dem Schulärztlichen Dienst bestätigt werden, dass die Vorsorge-Untersuchung (4-Jahres-Kontrolle) beim privaten Kinder-/Hausarzt durchgeführt wurde?

Die Schulärztliche Vorsorge-Untersuchung im Kindergartenalter ist gesetzlich vorgeschrieben und darum für alle Kinder obligatorisch. Der Gesetzgeber stuft die Gesundheit von Kindern als hohes Gut ein, deshalb ist ihm wichtig, dass kein Kind durch die Maschen dieser Vorsorge-Untersuchung fällt. Dem Schulärztlichen Dienst fällt die Aufgabe zu, die Durchführung der Vorsorge-Untersuchung zu überprüfen. Die Eltern, welche die Untersuchung beim Kinder-/Hausarzt durchführen lassen, müssen deshalb dem Schulärztlichen Dienst die Durchführung dieser Untersuchung bestätigen.

Gibt es Befunde aus der Vorsorge-Untersuchung, die der Schule mitgeteilt werden müssen?

Ja. Gemäss kantonaler Volksschulverordnung haben die Eltern die Klassenlehrperson über diejenigen Ergebnisse der Untersuchung zu informieren, die für die Schule und den Unterricht von Bedeutung sind.

Warum ist es wichtig, dass ich dem Schulärztlichen Dienst eine Kopie des Impfausweises meines Kindes schicke?

Die Schule ist verpflichtet, der Gesundheit aller Schülerinnen und Schüler Sorge zu tragen. Die Überprüfung des Impfschutzes und das Impfangebot an Schulen ist eine wichtige präventive Massnahme zu Gunsten der Schulgesundheit. Die Schule hat zudem die Aufgabe, den Ausbruch und die Verbreitung von ansteckenden Infektionskrankheiten in ihrer Organisation möglichst zu verhüten und dadurch gesundheitlich schwächere Personen zu schützen. Damit dies möglich ist, ist der Schulärztliche Dienst auf aktuelle und lückenlose Informationen zum Impfschutz der Schülerinnen und Schüler angewiesen. Bricht z.B. an einer Schule eine gefährliche ansteckende Krankheit aus (wie z.B. Masern, Keuchhusten, Hirnhautentzündung), kann der Schulärztliche Dienst rechtzeitig notwendige Massnahmen ergreifen. Dazu gehören z.B. das sofortige Nachimpfen oder der vorübergehende Schulausschluss von ungenügend geimpften Personen. Damit soll verhindert werden, dass noch weitere Personen angesteckt werden.

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Möchten sie Informationen in einer anderen Sprache? Sie finden diese unter Informationen in 12 Sprachen

Sie können sich aber auch an den Schularzt oder die Schulärztin ihres Schulkreises wenden Standorte Schulärztlicher Dienst

Rechtliche Grundlage der Vorsorgeuntersuchungen im Kanton Zürich:
Volksschulverordnung vom 4.3.2015 § 17ff

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